Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Unser Verlagsstandort bietet ein großzügiges, schönes Arbeitsumfeld im Herzen Münchens – und mit unserer Redaktion WIRED im Zentrum von Berlin – mit perfekter Verkehrsanbindung, modernster Technik und sehr gut ausgestatteten Arbeitsplätzen.

Erfahren Sie hier mehr über das Arbeiten bei Condé Nast und lernen Sie Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen kennen, die über ihren Joballtag und ihren Werdegang berichten. 

 

Redaktionen

Journalisten, Bildredakteure, Mode-, Beauty-, Design- oder Wissenschaftsexperten, Grafiker, Social-Media-Redakteure und viele mehr – die Jobprofile in unseren Redaktionen sind spannend und facettenreich. Autonom im kreativen Prozess, nur der Markenphilosophie und dem Qualitätsanspruch verpflichtet, gestalten sie unsere vielfältigen Medienprodukte für Print und Online. Die Redaktionen von VOGUE, GLAMOUR, myself, GQ und AD sind in München ansässig – ebenso unser Corporate-Publishing-Zweig, die Condé Nast Manufaktur. Der Redaktionsstandort von WIRED ist in Berlin. Lernen Sie hier einige unserer Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen und ihren Arbeitsalltag kennen.

Andrea Ketterer
Chefredakteurin GLAMOUR
Close

Andrea Ketterer - Chefredakteurin GLAMOUR

"Für mein Team suche ich immer nach sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten."

Max Walbersdorf
Online-Redakteur GQ und GQ STYLE
Close

Max Walbersdorf - Online-Redakteur GQ und GQ STYLE

"Man muss ein sehr breites Spektrum an Fähigkeiten haben. "

Theresa Pichler
Moderedakteurin myself
Close

Theresa Pichler - Moderedakteurin myself

"Mode ist nicht nur Glamour pur - man braucht Leidenschaft"

Andrea Vollmer-Hess
Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland
Close

Andrea Vollmer-Hess - Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland

"Es macht wahnsinnig Spaß, jeden Tag die schönsten Bilder zu sehen."

Lilian Ingenkamp
Redakteurin im Style-Ressort von AD
Close

Lilian Ingenkamp - Redakteurin im Style-Ressort von AD

"Eine AD-Produktion ist wie ein kleiner Umzug..."

Sie sind ein echtes „Condé-Nast-Gewächs“?
Stimmt, ich bin wirklich schon lange im Verlag – seitdem ich 19 Jahre alt bin. Allerdings nicht immer im selben Job, keine Angst...

Wie haben Sie das denn in so jungen Jahren schon bewerkstelligt?
Ich habe mich nach dem Abitur für ein Praktikum im Korrespondenzbüro in Paris beworben – mit Erfolg! Das ging ziemlich schnell, kaum war die Bewerbung raus, war ich auch schon in Frankreich...

Und dann sind Sie geblieben?
Nach dem sechsmonatigen Praktikum bin ich wieder zurück nach München gegangen und habe drei Jahre lang Modejournalismus und Medienkommunikation studiert. Währenddessen habe ich aber auch immer wieder für Condé Nast gearbeitet, als Werkstudentin in der GLAMOUR-Redaktion, hauptsächlich in der Moderequisite, und dann im Digitalbereich für Condé Net, wie es damals noch hieß.

Sie scheinen ja früh eine „Liebesbeziehung“ zu Condé Nast aufgebaut zu haben... Wie kam es dazu?
Ich fand es spannend, was sich bei Condé Nast tut. Als ich nach meinem Studium als Onlinevolontärin bei VOGUE fest anfing, wurde gerade die erste iPad-App gelauncht – das war für mich total interessant, weil ganz neu, ich konnte gleich sehr viel mitarbeiten und eigene Ideen umsetzen. So „mittendrin“ hätte ich an anderer Stelle wohl kaum einsteigen können.

Nun sind Sie Textredakteurin bei AD, die als journalistische Instanz in der internationalen Design- und Architekturszene gilt. Von der Mode zum Design und zur Architektur, von Online zu Print...
(Lacht) Ich wollte neue Sachen entdecken – und an Design bin ich schon lange interessiert. AD ist nun mal die erste Adresse, wenn es um Interior Design, Kultur und Architektur auf internationalem Niveau geht.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie beim Vorstellungsgespräch gefragt worden sind...
...was wollen Sie hier? Klar. (Lacht laut) Ich selbst habe den Themenwechsel jedoch gar nicht als so abwegig empfunden, ich dachte: Natürlich will ich dahin, AD ist schließlich eine tolle Marke!

Was machen Sie jetzt genau in der Redaktion?
Ich bin Redakteurin im Style-Ressort von AD. Meine Kollegen und ich sind immer auf der Suche nach neuen, besonderen Design-Highlights, besuchen die internationalen Möbelmessen, führen Interviews, verfassen Artikel und organisieren Fotoproduktionen.

Das heißt, dass Sie neben den kreativen auch gewisse organisatorische Fähigkeiten mitbringen müssen?
Genau. Für die Fotostrecken, die wir in Deutschland shooten, müssen Möbel und Produkte aus der ganzen Welt nach München geschafft werden, zum Teil fotografieren wir auch in Berlin. Manchmal ist so eine Produktion wie ein kleiner Umzug – mit dem Unterschied, dass nach dem Shooting alles wieder zurückgeschickt werden muss.

Zu Ihren Aufgaben gehört auch das Schreiben von Artikeln?
Ja, das ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Wir führen Interviews mit international renommierten Designern, Künstlern und Kreativen...

Die Kür Ihrer Arbeit, nehme ich an?
Sicher, die Treffen mit interessanten Persönlichkeiten aus meiner Branche sind natürlich Highlights. Neulich habe ich den Designer Jacob Gubi in Kopenhagen getroffen, er hat dort gerade ein neues Restaurant ausgestattet – das war ein tolles, entspanntes Gespräch.

Zeigen Sie uns doch mal den Königsweg in eine Redaktion wie AD auf, was muss man für ein Mensch sein, wenn man hier glücklich werden will?
Die auffälligste Gemeinsamkeit in unserer Redaktion ist sicher, dass jeder über ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein für Stil, Design und Ästhetik verfügt. Für mich sind wir ein perfektes Team – fachlich wie menschlich.

Wenn man in dieses Team möchte, braucht man...
Zunächst eine gute journalistische Ausbildung denke ich. Natürlich wäre ein Kunst- oder Architekturstudium auch sinnvoll. Das Handwerk ist schon wichtig. Und Neugier natürlich!

Vermarktung und Marketing

Unsere Publisher-Bereiche und zentralen Vermarktungsunits verantworten die strategische Markenführung und sämtliche Verkaufsaktivitäten für Print-Anzeigen und digitale Werbeformate. Aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung ist dies neben den Redaktionen der größte Unternehmensbereich. Vermarktungsspezialisten im Verkaufsinnendienst arbeiten Hand in Hand mit den Kollegen der neun nationalen und internationalen Außendienstbüros und den zentralen Vermarktungsbereichen, wie dem digitalen Produkt- und Kampagnenmanagement und dem Creative-Solutions-Team. Unterstützt wird die Vermarktung durch vielfältige kreative Aktionen und Events der Marketing-Teams.

Kathrin Ölscher
Senior Marketing Manager GLAMOUR
Close

Kathrin Ölscher - Senior Marketing Manager GLAMOUR

"Wir denken nicht in Kanälen, sondern es geht uns um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR."

Helfen Sie uns: Was treibt so ein Marketing Manager eigentlich den ganzen Tag?
Als Marketing Manager bin ich für die Werbung für GLAMOUR zuständig. Im Team entwickeln wir kreative Marketing-Maßnahmen  – im klassischen Marketing etwa Anzeigenmotive, TV-Spots oder überlegen uns kreative Werbeaktionen bis hin zu Guerilla-Maßnahmen – mit dem Ziel, das Markenimage zu festigen, die Marke noch bekannter zu machen und sie positiv von der Konkurrenz abzuheben. Letztlich soll alles, was wir tun die Auflage und die Reichweite durch imagefördernde Maßnahmen unterstützen und den sehr hohen Qualitätsanspruch der Marke wahren. Wir versuchen, die Arbeit der Redaktion mit der passenden Ansprache und den richtigen Mitteln in die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei reicht es nicht, in einzelnen Medienkanälen zu denken, sondern uns geht es um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR.

Dazu gehören klassische Kampagnen?
Neben der klassischen Mediaklaviatur wie Print, TV und Online probieren wir auch neue, digitale Werbeformen sowie Kooperationen aus. Ein wichtiger Teil sind auch Events und Aktionen, die wir entweder selbst oder im Rahmen von Partnerschaften wie z.B. Shop-Events veranstalten. Damit machen wir die 360 Grad erlebbar.

Dann gehe ich mal davon aus, dass Ihre Stärke die Kommunikation ist?
Könnte man so sagen. Wir sind mit den unterschiedlichsten Stellen hier im Haus und auch extern – mit Event- und Kreativagenturen – im ständigen Austausch.

Im Klartext: Sie müssen sehr viel reden.

Es hilft schon, wenn man gern mit Leuten spricht, das stimmt.

Wie lernt man Ihren Beruf? Oder besser: Kann man den lernen, gibt’s einen Königsweg?
Nach dem Abitur habe ich zuerst eine Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien gemacht, war also eher im kreativen, grafischen Bereich unterwegs.

Mit welcher Motivation haben Sie das gemacht?
Ich würde sagen: Aus einem generellen Interesse an Werbung und an speziellen Fragen, die sich daraus ergeben – etwa wie Schrift in Kombination mit einem Bild wirkt, mit welchen Mitteln man ein bestimmtes Image transportiert, so etwas.

Verstehe. Ist aber jetzt nicht ganz genau das, was Sie heute machen, oder?
Nein, das ist richtig. Ich habe gemerkt, dass mir der rein ausführende Part nicht genügte...

Sie wollten selber entwickeln, was da im Einzelnen ausgeführt wird?
Genau. (Lacht) Mir liegt das konzeptionelle Arbeiten mehr.

Wie haben Sie den Richtungswechsel dann geschafft?
Ganz klassisch: Ich habe nach der Ausbildung ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Medienwirtschaft in Köln absolviert mit einer Diplomarbeit über Markenführung: Wie muss der Kern einer Marke definiert sein, damit nach außen hin ein bestimmtes Image entsteht.

Klingt kompliziert.
Ist es auch oft, aber ich habe das Glück, bei Condé Nast mit Medienprodukten zu arbeiten, die einen starken und einzigartigen Markenkern haben. Nehmen Sie GLAMOUR: Die Marke steht für Fashion und Beauty auf höchstem Niveau und verbindet Luxus und Mass-Market perfekt.

Mit Aktionen wie der GLAMOUR Shopping-Week wird die Marke zusätzlich auf anderen Ebenen erlebbar gemacht. Als eine der größten Einzelhandelskooperationen im deutschsprachigen Raum bietet GLAMOUR entsprechenden Partnern eine Plattform, um exklusive Shopping-Angebote den Leserinnen zur Verfügung zu stellen. Bei den Leserinnen wie auch den Kooperationspartnern ist die Shopping-Week zweimal im Jahr eine fest eingeplante Instanz. Damit wurde eine Aktion ins Leben gerufen, von der viele andere Medienhäuser sich fragen: Wow, wie haben die das geschafft?

Und, wie hat man das geschafft?
Na ja. Condé Nast hat sehr unterschiedlich positionierte Marken – mit einer grundlegenden Gemeinsamkeit: Sie haben alle einen hohen Anspruch und garantieren eine bestimmte Qualität. So ist der Name Condé Nast ein Gütesiegel, und das kann ich sagen, gerade weil ich noch nicht so lange hier arbeite und das über einen großen Zeitraum eher von außen so wahrgenommen habe. Als Mitarbeiterin in anderen Verlagen.

Ihre größte Herausforderung?
Die ergibt sich aus dem Erfolg von GLAMOUR. Wir reden hier über eine starke Marke, die den perfekten Spagat zwischen Luxus und breiter Popularität schafft. Im Marketing müssen wir darauf achten, dass beide Komponenten sich die Waage halten und dass wir nicht mehr nach Kanälen unterscheiden, sondern nur noch in Marken denken.

Würden Sie sagen, dass die Lust am Shopping eine Grundvoraussetzung für eine zukünftige Marketing Managerin bei GLAMOUR ist?
Klar, man muss seine Zielgruppe ja kennen. (Lacht) Nein, ernsthaft: Natürlich sollte man Interesse für Werbung, Trends und Kreativität mitbringen. Und ein Gefühl für ästhetische Gestaltung wäre auch nicht schlecht. Ein klassisches BWL-Studium mit einem Marketing-Schwerpunkt hilft natürlich auch.

Digitalbereiche / Technologie

Die wachsende Bedeutung digitaler Angebote im Mediengeschäft und der stetige technologische Wandel erfordern Spezialisten. Diese sind bei uns vor allem im Digitalbereich zu finden. So arbeitet unser Entwicklerteam ständig an der Verbesserung unserer Websites und Apps und programmiert neue Produkte und Lösungen. Andere Teams im Digitalbereich konzipieren Produktinnovationen/-strategien und sind Experten für Suchmaschinen-Optimierung oder Datenanalyse und Datenmanagement.

Sabrina Netzer
Director Digital Sales Strategy & Ad Operations
Close

Sabrina Netzer - Director Digital Sales Strategy & Ad Operations

"Jeden Tag ein Tausender-Puzzle..."

Meine Güte, man kann ja Ihren Titel kaum aussprechen, wie soll man da erschließen, was Sie tun...?
(Lacht) Ich erklär es Ihnen: Ich habe als Ad-Managerin hier angefangen, was heißt, dass ich mich um die technische Umsetzung der Online-Werbekampagnen gekümmert habe, die Kunden auf unseren Websites und Apps buchen... Meine Leidenschaft ist die Technik, ich bin jemand, der sich reinfuchst in die kompliziertesten Dinge.

Sie machen mir Angst...
Jaja, ich bin eigentlich schon fast ein Technik-Nerd. Seit ich die Leitung des Teams übernommen habe, kümmere ich mich darüber hinaus auch um alles, was mit der Werbeaussteuerung zu tun hat. Also wenn wir zum Beispiel Banner oder Sondernewsletter verkaufen, kümmern wir uns darum, dass das auch technisch alles richtig auf den Websites angezeigt wird.

Sie haben vermutlich Informatik studiert?
(Lacht laut) Nein. Ich bin Autodidaktin und sehr vielseitig interessiert... Alles, worauf ich Lust habe und was mich interessiert, versuche ich zu lernen, so geht’s schon mal los.

Alles aus dem technischen Bereich, nehme ich an?
Nein, das kann wirklich alles sein. Technik klar, aber auch Sport, und ich stricke viel, ich häkle, ich nähe mittlerweile. Mode ist auch mein Hobby.

Das heißt, Sie haben keine formale Ausbildung?
Na ja, ich habe Abitur gemacht und wollte dann Sport studieren, als ehemalige Karate-Leistungssportlerin hätte ich aber nicht damit gerechnet, dass ich die Aufnahmeprüfung versemmle... Dann habe ich erst mal einige Praktika gemacht, bei Eurosport zum Beispiel in der PR-Abteilung.

Dann waren Sie ja gleich in der Medienbranche...
Moment – erst mal bin ich bei Sport Scheck für eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau gelandet und hab dann später neben einem Vollzeitjob ein BWL- und Sportmanagementstudium in sechs Semestern durchgezogen. Ich war in der Zeit auch noch bei Eurosport als Volunteer bei der Fußball-WM beschäftigt, das war wohl mein härtestes Jahr. Vier Jobs gleichzeitig, das war anstrengend...

Aber es fehlt da immer noch die Verbindung zu Ihrer aktuellen Jobbeschreibung...
Irgendwann wollte ich eine eigene Website programmieren, für den Sportverein von meinem Vater, und da habe ich mir ein Buch gekauft und es gelernt, ich bin ja, wie gesagt, eher autodidaktisch veranlagt... Danach wusste ich, dass ich zwar wieder was im Medienbereich machen wollte, aber eben am liebsten in der digitalen Technik online. Schließlich landete ich bei ProSieben.de im Ad-Management, für das es damals erst wenige Leute gab.

Verstehe...
Ich bin kein Mensch, der Routine mag. Ich liebe Probleme, das sind für mich immer neue Herausforderungen. Da kann ich mich reinfuchsen, das ist meine Welt...

Und neue Herausforderungen gibt’s hier im Verlag in Ihrer Abteilung täglich...
Na klar. Ich liebe meinen Job, weil man sich im Digitalen hier jeden Tag neu beweisen, neu erfinden muss. Im Digitalen entwickelt sich alles so schnell weiter, also machen wir ständig Pionierarbeit. Gerade im Ad-Management sind wir gefragt, neue technische Herausforderungen – und die gibt es, weil immer neue Werbeformen entwickelt werden – sofort zu lösen.

Was für Herausforderungen sind das denn so konkret?
Bei Condé Nast haben wir einen sehr hohen Anspruch an Werbung auf unseren Websites. Zum einen muss sie sich optisch hochwertig in das Layout der Seiten einfügen, zum anderen müssen natürlich auch die Kundenwünsche optimal erfüllt werden – alles unsere Baustellen. Es ist sehr diffizil. Ich sage immer, meine Arbeit ist wie jeden Tag ein Tausender-Puzzle machen!

Was raten Sie denn jungen Menschen, die sich für so eine Arbeit wie die Ihre interessieren?
Ich würde sagen: Für Leute, die Veränderungen nicht mögen, ist das nix. Gelassenheit gehört dazu, aber auch eine Portion Ehrgeiz, wer Routine im Job haben will, ist hier fehl am Platz.

Sollten es Digital Natives sein?
Er oder sie sollte schon Spaß am digitalen Leben haben und sich auskennen, klar – und zahlenaffin zu sein ist sicher auch nicht verkehrt.

Markus Uhl
Lead Data Scientist
Close

Markus Uhl - Lead Data Scientist

"Wir sind hier an der vordersten Front des technisch Machbaren."

Zentrale Bereiche

Hier stellen wir alle Zentral- und Servicebereiche vor, die für den reibungslosen Ablauf in unserer Organisation sehr wichtig sind. Dazu zählen zum Beispiel der Vertrieb, der die Verkäufe unserer Magazine und digitalen Produkte verantwortet, oder die Herstellung, die alle Produktions- und Druckprozesse steuert. Weitere zentrale Abteilungen sind die Unternehmenskommunikation, der verlagsinterne IT-Support, die Personalabteilung, Finanzbuchhaltung oder Controlling und natürlich der House-Service, der für das Facility-Management zuständig ist. Lernen Sie einige Kollegen aus diesem Bereich kennen.

Dr. Judith Suwald
IT-Administration kaufmännische Systeme & Support
Close

Dr. Judith Suwald - IT-Administration kaufmännische Systeme & Support

"Ich liebe es, mit organisatorischen und technischen Problemen meinen Kopf herauszufordern."

Als kaufmännische Administratorin kümmern Sie sich in der IT-Abteilung von Condé Nast auch um das liebe Geld...
Indirekt richtig: Ich beschäftige mich mit Zahlen und Technik. Also fast jeder, der im Verlag Geld ausgibt oder einnimmt, muss das in irgendeiner Form in unserem Buchhaltungssystem hinterlegen. Ich kümmere mich darum, dass all das technisch funktioniert und die Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen laufen.
 
Können Sie einmal ein kleines Beispiel nennen, damit auch ein Laie sich etwas darunter vorstellen kann?
Na klar: Wenn jemand in einer Redaktion ein Thema plant, dann muss er die Eckdaten für die Produktion –Seitenpreis, Honorare für zum Beispiel freie Autoren, Kosten für Bilder etc. – kalkulieren und in unser Buchhaltungssystem eingeben. Da das recht komplex ist, helfe ich, wenn es hierbei Schwierigkeiten gibt.

Wieso kennen Sie sich so gut aus?
Ich habe mich jahrelang beim Hanser Verlag mit der Thematik beschäftigt und auch viele kaufmännische Auswertungen gemacht. Ich muss aber zugeben, dass mir Condé Nast schon während dieser Zeit aufgefallen ist – spätestens seit der ersten Ausgabe von myself in 2005, die fand ich auf Anhieb toll. Seitdem habe ich immer mal geschaut, ob eine passende Stelle frei ist...

Auf die Sie sich dann klassisch beworben haben?
Nein, ich bin angesprochen worden, von einer Personalagentur. Das war keine schwierige Entscheidung: Mich hat es gereizt, als kaufmännischer Administrator auch mal in einem internationalen Unternehmen zu arbeiten.

Haben sich Ihre Erwartungen bislang erfüllt?
Oh ja, es ist doch chic, Kollegen in New York oder Shanghai zu haben (lacht). Außerdem sind die Marken und Produkte Spitzenklasse, hier wird auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet – aber auch mit Freude und Herzblut. Überhaupt die Arbeit mit Menschen, das mag ich sehr.

Worin besteht denn Ihre größte Herausforderung im neuen Job?
Manchmal  muss es schnell gehen, die Kollegen rufen an und brauchen zeitnahe Lösungen. Da kommt schon mal Zeitdruck auf. Im Fachzeitschriftenverlag war das nie ganz so eilig.

Stresst Sie so was?
Im Gegenteil: Mit organisatorischen und technischen Problemen meinen Kopf ständig herauszufordern, das liebe ich. Wenn etwas in einer Programmierung nicht klappt, gebe ich keine Ruhe, bis ich weiß, woran das liegt.

Sie arbeiten ja nicht nur für eine Marke, sondern für ganz Condé Nast ...
Und ich freue mich jeden Monat auf die neuen Ausgaben, ich könnte nun gar nicht mehr sagen, welches Magazin mir das liebste ist.

Können Sie sagen, welche Fähigkeiten man für Ihren Job mitbringen muss?
Das Wichtigste ist Freundlichkeit und Respekt im Umgang mit den Kollegen – nicht jeder ist technisch versiert, da muss man verständlich und geduldig erklären können.

Was ist mit der Ausbildung?
Grundvoraussetzung sollte ein kaufmännischer Hintergrund sein und eine hohe Affinität zu technischen Zusammenhängen. Umgekehrt ist es schwieriger: Techniker tun sich manchmal schwer, die kaufmännischen Zusammenhänge zu verstehen ...

Kommen Sie denn eher von der Technik?
Nein, überhaupt nicht (lacht). Ehrlich gesagt: Zu diesem Job bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen, um es mal salopp zu sagen.

Jetzt machen Sie uns neugierig ...
Na ja, ich habe eine kaufmännische Ausbildung gemacht und dann Sinologie studiert.

Fachchinesisch!!! (Pause) Entschuldigung ...
Kein Problem (lacht). Und da ich ein wenig zu alt war, um mich nach meiner Promotion noch an der Uni zu habilitieren, bin ich im Hanser Verlag eingestiegen, zunächst im redaktionellen Bereich. Das mit der Technik und dem verlagsspezifischen Background habe ich mir dann angeeignet, weil es kein anderer machen wollte ...

Aber mal ehrlich: Sie würden niemandem raten, erst mal Sinologie zu studieren, um dann in einem Verlag  kaufmännischer Administrator zu werden?
Geschadet hat es aber auch nicht (lacht). Nein, ich würde jedem eine solide Berufsausbildung empfehlen. Studieren kann man hinterher ja immer noch. Das hat viele Vorteile.

Welche zum Beispiel?
Niemand kann einem mangelnde Berufserfahrung vorwerfen und in ein Praktikum schieben. Ich würde auch jedem ohne IT-Hintergrund dazu raten, technische Schulungen zur Administration zu machen. Jeder Arbeitgeber ist froh, wenn sich jemand in genau diese komplizierten Zusammenhänge „hineinfrickelt“.
Christian Tiede
Controller
Close

Christian Tiede - Controller

"Wir lassen es uns etwas kosten, Geld zu machen ..."

Controller. Da steckt der Schrecken ja schon in der Berufsbezeichnung ...
Keine Angst, das ist nur das Wort, das etwas furchteinflößend klingt. Genau genommen mache ich im Verlag kein pures Controlling, sondern vielmehr alles, was im Finanzbereich anfällt.

Das da wäre?
In unserer Abteilung erstellen wir die Monatsabschlüsse und -berichte. Darin sehen wir, wie wir finanziell dastehen – sowohl bei jeder einzelnen Marke als auch im gesamten Verlag. In diesen Berichten wird zum Beispiel dargestellt, wie das Ergebnis eines Hefts lautet, wie viele Kosten entstanden sind oder wie es um die Overhead-Kosten des gesamten Verlags steht.

Also geht es dabei vor allem um die absoluten Zahlen?
Nein, nein – wir kommentieren das Ergebnis natürlich auch. Allein sagen die Zahlen ja wenig aus. Wir stellen klar, warum die Abschlüsse so sind, warum die Kosten in einem Fall so hoch, die Erträge in einem anderen Fall unter den Erwartungen liegen – das kann ja immer plausible, aber nicht auf den ersten Blick erkennbare Gründe haben. Deshalb werden die Zahlen von uns stets sehr ausführlich und dezidiert erläutert.

Worin besteht die besondere Herausforderung in Ihrem Job?
Natürlich existiert ein gewisser zeitlicher Druck, das ist das eine. Es ist ja von existenzieller Bedeutung, dass der Verlag in jedem Monat vollkommen transparent darstellt, wie leistungsfähig er ist – und womöglich in naher Zukunft sein wird. Und zum anderen muss alles korrekt und sauber dargestellt werden.

Keine Arbeit für kreative Kröpfe ...
Die brauchen wir bei Condé Nast natürlich auch, aber die sind an anderen Stellen besser aufgehoben. (Lacht)


Werden Sie eigentlich von den Redaktionen als Partner oder als Gegner wahrgenommen, der den Rotstift ansetzt?
Ach, das ist bei Condé Nast kein Problem. Wir finden meistens einen harmonischen Mittelweg zwischen den kreativen und den kaufmännischen Erfordernissen unserer Arbeit. Wir sind schließlich alle in einem Unternehmen beschäftigt, das sich der Qualität verschrieben hat. Um es salopp auszudrücken: Wir lassen es uns etwas kosten, Geld zu machen ...

Ist das wichtiger, als über die handelsüblichen Talente eines Betriebswirts zu verfügen?
Das muss man trennen: Für den Job an sich muss man natürlich analytische Fähigkeiten und Spaß am Umgang mit Zahlen mitbringen. Darüber hinaus, da gebe ich Ihnen recht, geht es nicht ohne ein Gespür dafür, was der Verlag eigentlich macht: hochwertige journalistische Produkte. Das bedeutet, dass man hier in speziellen Situationen auch ein Verständnis dafür hat, wenn mal eine Zahl nicht den Erwartungen entspricht.

Haben Sie Betriebswirtschaft studiert?
Richtig, ich habe für meinen Bereich den klassischen Weg beschritten: Nach dem Abitur habe ich bei einer Versicherung eine kaufmännische Ausbildung gemacht, danach in Augsburg ein BWL-Studium absolviert.

Wie sind Sie dann zu Condé Nast gekommen?
Ich war in einer Wirtschaftsprüfung tätig und habe in diesem Rahmen den Condé Nast Verlag geprüft. Ich wusste also, was mich hier erwartete – und freute mich drauf. Das ist natürlich keine so trockene Materie wie in einer Wirtschaftsprüfung.

Was würden Sie potenziellen Bewerbern mit auf den Weg geben?
Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Produkt und generell mit dem Verlag ist hier ungewöhnlich hoch. Deshalb ist es wichtig für potenzielle Bewerber im Controlling, dass sie sich nicht nur mit Zahlen und Bilanzen auskennen, sondern auch über soziale Kompetenzen verfügen und sich gerne mit den Marken und Werten des Verlags auseinandersetzen. 

Lilian Ingenkamp
Redakteurin im Style-Ressort von AD
Close

Lilian Ingenkamp

Redakteurin im Style-Ressort von AD

Sie sind ein echtes „Condé-Nast-Gewächs“?
Stimmt, ich bin wirklich schon lange im Verlag – seitdem ich 19 Jahre alt bin. Allerdings nicht immer im selben Job, keine Angst...

Wie haben Sie das denn in so jungen Jahren schon bewerkstelligt?
Ich habe mich nach dem Abitur für ein Praktikum im Korrespondenzbüro in Paris beworben – mit Erfolg! Das ging ziemlich schnell, kaum war die Bewerbung raus, war ich auch schon in Frankreich...

Und dann sind Sie geblieben?
Nach dem sechsmonatigen Praktikum bin ich wieder zurück nach München gegangen und habe drei Jahre lang Modejournalismus und Medienkommunikation studiert. Währenddessen habe ich aber auch immer wieder für Condé Nast gearbeitet, als Werkstudentin in der GLAMOUR-Redaktion, hauptsächlich in der Moderequisite, und dann im Digitalbereich für Condé Net, wie es damals noch hieß.

Sie scheinen ja früh eine „Liebesbeziehung“ zu Condé Nast aufgebaut zu haben... Wie kam es dazu?
Ich fand es spannend, was sich bei Condé Nast tut. Als ich nach meinem Studium als Onlinevolontärin bei VOGUE fest anfing, wurde gerade die erste iPad-App gelauncht – das war für mich total interessant, weil ganz neu, ich konnte gleich sehr viel mitarbeiten und eigene Ideen umsetzen. So „mittendrin“ hätte ich an anderer Stelle wohl kaum einsteigen können.

Nun sind Sie Textredakteurin bei AD, die als journalistische Instanz in der internationalen Design- und Architekturszene gilt. Von der Mode zum Design und zur Architektur, von Online zu Print...
(Lacht) Ich wollte neue Sachen entdecken – und an Design bin ich schon lange interessiert. AD ist nun mal die erste Adresse, wenn es um Interior Design, Kultur und Architektur auf internationalem Niveau geht.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie beim Vorstellungsgespräch gefragt worden sind...
...was wollen Sie hier? Klar. (Lacht laut) Ich selbst habe den Themenwechsel jedoch gar nicht als so abwegig empfunden, ich dachte: Natürlich will ich dahin, AD ist schließlich eine tolle Marke!

Was machen Sie jetzt genau in der Redaktion?
Ich bin Redakteurin im Style-Ressort von AD. Meine Kollegen und ich sind immer auf der Suche nach neuen, besonderen Design-Highlights, besuchen die internationalen Möbelmessen, führen Interviews, verfassen Artikel und organisieren Fotoproduktionen.

Das heißt, dass Sie neben den kreativen auch gewisse organisatorische Fähigkeiten mitbringen müssen?
Genau. Für die Fotostrecken, die wir in Deutschland shooten, müssen Möbel und Produkte aus der ganzen Welt nach München geschafft werden, zum Teil fotografieren wir auch in Berlin. Manchmal ist so eine Produktion wie ein kleiner Umzug – mit dem Unterschied, dass nach dem Shooting alles wieder zurückgeschickt werden muss.

Zu Ihren Aufgaben gehört auch das Schreiben von Artikeln?
Ja, das ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Wir führen Interviews mit international renommierten Designern, Künstlern und Kreativen...

Die Kür Ihrer Arbeit, nehme ich an?
Sicher, die Treffen mit interessanten Persönlichkeiten aus meiner Branche sind natürlich Highlights. Neulich habe ich den Designer Jacob Gubi in Kopenhagen getroffen, er hat dort gerade ein neues Restaurant ausgestattet – das war ein tolles, entspanntes Gespräch.

Zeigen Sie uns doch mal den Königsweg in eine Redaktion wie AD auf, was muss man für ein Mensch sein, wenn man hier glücklich werden will?
Die auffälligste Gemeinsamkeit in unserer Redaktion ist sicher, dass jeder über ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein für Stil, Design und Ästhetik verfügt. Für mich sind wir ein perfektes Team – fachlich wie menschlich.

Wenn man in dieses Team möchte, braucht man...
Zunächst eine gute journalistische Ausbildung denke ich. Natürlich wäre ein Kunst- oder Architekturstudium auch sinnvoll. Das Handwerk ist schon wichtig. Und Neugier natürlich!

Andrea Vollmer-Hess
Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland
Close

Andrea Vollmer-Hess

Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland

Theresa Pichler
Moderedakteurin myself
Close

Theresa Pichler

Moderedakteurin myself

Max Walbersdorf
Online-Redakteur GQ und GQ STYLE
Close

Max Walbersdorf

Online-Redakteur GQ und GQ STYLE

Andrea Ketterer
Chefredakteurin GLAMOUR
Close

Andrea Ketterer

Chefredakteurin GLAMOUR

Kathrin Ölscher
Senior Marketing Manager GLAMOUR
Close

Kathrin Ölscher

Senior Marketing Manager GLAMOUR

Helfen Sie uns: Was treibt so ein Marketing Manager eigentlich den ganzen Tag?
Als Marketing Manager bin ich für die Werbung für GLAMOUR zuständig. Im Team entwickeln wir kreative Marketing-Maßnahmen  – im klassischen Marketing etwa Anzeigenmotive, TV-Spots oder überlegen uns kreative Werbeaktionen bis hin zu Guerilla-Maßnahmen – mit dem Ziel, das Markenimage zu festigen, die Marke noch bekannter zu machen und sie positiv von der Konkurrenz abzuheben. Letztlich soll alles, was wir tun die Auflage und die Reichweite durch imagefördernde Maßnahmen unterstützen und den sehr hohen Qualitätsanspruch der Marke wahren. Wir versuchen, die Arbeit der Redaktion mit der passenden Ansprache und den richtigen Mitteln in die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei reicht es nicht, in einzelnen Medienkanälen zu denken, sondern uns geht es um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR.

Dazu gehören klassische Kampagnen?
Neben der klassischen Mediaklaviatur wie Print, TV und Online probieren wir auch neue, digitale Werbeformen sowie Kooperationen aus. Ein wichtiger Teil sind auch Events und Aktionen, die wir entweder selbst oder im Rahmen von Partnerschaften wie z.B. Shop-Events veranstalten. Damit machen wir die 360 Grad erlebbar.

Dann gehe ich mal davon aus, dass Ihre Stärke die Kommunikation ist?
Könnte man so sagen. Wir sind mit den unterschiedlichsten Stellen hier im Haus und auch extern – mit Event- und Kreativagenturen – im ständigen Austausch.

Im Klartext: Sie müssen sehr viel reden.

Es hilft schon, wenn man gern mit Leuten spricht, das stimmt.

Wie lernt man Ihren Beruf? Oder besser: Kann man den lernen, gibt’s einen Königsweg?
Nach dem Abitur habe ich zuerst eine Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien gemacht, war also eher im kreativen, grafischen Bereich unterwegs.

Mit welcher Motivation haben Sie das gemacht?
Ich würde sagen: Aus einem generellen Interesse an Werbung und an speziellen Fragen, die sich daraus ergeben – etwa wie Schrift in Kombination mit einem Bild wirkt, mit welchen Mitteln man ein bestimmtes Image transportiert, so etwas.

Verstehe. Ist aber jetzt nicht ganz genau das, was Sie heute machen, oder?
Nein, das ist richtig. Ich habe gemerkt, dass mir der rein ausführende Part nicht genügte...

Sie wollten selber entwickeln, was da im Einzelnen ausgeführt wird?
Genau. (Lacht) Mir liegt das konzeptionelle Arbeiten mehr.

Wie haben Sie den Richtungswechsel dann geschafft?
Ganz klassisch: Ich habe nach der Ausbildung ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Medienwirtschaft in Köln absolviert mit einer Diplomarbeit über Markenführung: Wie muss der Kern einer Marke definiert sein, damit nach außen hin ein bestimmtes Image entsteht.

Klingt kompliziert.
Ist es auch oft, aber ich habe das Glück, bei Condé Nast mit Medienprodukten zu arbeiten, die einen starken und einzigartigen Markenkern haben. Nehmen Sie GLAMOUR: Die Marke steht für Fashion und Beauty auf höchstem Niveau und verbindet Luxus und Mass-Market perfekt.

Mit Aktionen wie der GLAMOUR Shopping-Week wird die Marke zusätzlich auf anderen Ebenen erlebbar gemacht. Als eine der größten Einzelhandelskooperationen im deutschsprachigen Raum bietet GLAMOUR entsprechenden Partnern eine Plattform, um exklusive Shopping-Angebote den Leserinnen zur Verfügung zu stellen. Bei den Leserinnen wie auch den Kooperationspartnern ist die Shopping-Week zweimal im Jahr eine fest eingeplante Instanz. Damit wurde eine Aktion ins Leben gerufen, von der viele andere Medienhäuser sich fragen: Wow, wie haben die das geschafft?

Und, wie hat man das geschafft?
Na ja. Condé Nast hat sehr unterschiedlich positionierte Marken – mit einer grundlegenden Gemeinsamkeit: Sie haben alle einen hohen Anspruch und garantieren eine bestimmte Qualität. So ist der Name Condé Nast ein Gütesiegel, und das kann ich sagen, gerade weil ich noch nicht so lange hier arbeite und das über einen großen Zeitraum eher von außen so wahrgenommen habe. Als Mitarbeiterin in anderen Verlagen.

Ihre größte Herausforderung?
Die ergibt sich aus dem Erfolg von GLAMOUR. Wir reden hier über eine starke Marke, die den perfekten Spagat zwischen Luxus und breiter Popularität schafft. Im Marketing müssen wir darauf achten, dass beide Komponenten sich die Waage halten und dass wir nicht mehr nach Kanälen unterscheiden, sondern nur noch in Marken denken.

Würden Sie sagen, dass die Lust am Shopping eine Grundvoraussetzung für eine zukünftige Marketing Managerin bei GLAMOUR ist?
Klar, man muss seine Zielgruppe ja kennen. (Lacht) Nein, ernsthaft: Natürlich sollte man Interesse für Werbung, Trends und Kreativität mitbringen. Und ein Gefühl für ästhetische Gestaltung wäre auch nicht schlecht. Ein klassisches BWL-Studium mit einem Marketing-Schwerpunkt hilft natürlich auch.

Sabrina Netzer
Director Digital Sales Strategy & Ad Operations
Close

Sabrina Netzer

Director Digital Sales Strategy & Ad Operations

Meine Güte, man kann ja Ihren Titel kaum aussprechen, wie soll man da erschließen, was Sie tun...?
(Lacht) Ich erklär es Ihnen: Ich habe als Ad-Managerin hier angefangen, was heißt, dass ich mich um die technische Umsetzung der Online-Werbekampagnen gekümmert habe, die Kunden auf unseren Websites und Apps buchen... Meine Leidenschaft ist die Technik, ich bin jemand, der sich reinfuchst in die kompliziertesten Dinge.

Sie machen mir Angst...
Jaja, ich bin eigentlich schon fast ein Technik-Nerd. Seit ich die Leitung des Teams übernommen habe, kümmere ich mich darüber hinaus auch um alles, was mit der Werbeaussteuerung zu tun hat. Also wenn wir zum Beispiel Banner oder Sondernewsletter verkaufen, kümmern wir uns darum, dass das auch technisch alles richtig auf den Websites angezeigt wird.

Sie haben vermutlich Informatik studiert?
(Lacht laut) Nein. Ich bin Autodidaktin und sehr vielseitig interessiert... Alles, worauf ich Lust habe und was mich interessiert, versuche ich zu lernen, so geht’s schon mal los.

Alles aus dem technischen Bereich, nehme ich an?
Nein, das kann wirklich alles sein. Technik klar, aber auch Sport, und ich stricke viel, ich häkle, ich nähe mittlerweile. Mode ist auch mein Hobby.

Das heißt, Sie haben keine formale Ausbildung?
Na ja, ich habe Abitur gemacht und wollte dann Sport studieren, als ehemalige Karate-Leistungssportlerin hätte ich aber nicht damit gerechnet, dass ich die Aufnahmeprüfung versemmle... Dann habe ich erst mal einige Praktika gemacht, bei Eurosport zum Beispiel in der PR-Abteilung.

Dann waren Sie ja gleich in der Medienbranche...
Moment – erst mal bin ich bei Sport Scheck für eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau gelandet und hab dann später neben einem Vollzeitjob ein BWL- und Sportmanagementstudium in sechs Semestern durchgezogen. Ich war in der Zeit auch noch bei Eurosport als Volunteer bei der Fußball-WM beschäftigt, das war wohl mein härtestes Jahr. Vier Jobs gleichzeitig, das war anstrengend...

Aber es fehlt da immer noch die Verbindung zu Ihrer aktuellen Jobbeschreibung...
Irgendwann wollte ich eine eigene Website programmieren, für den Sportverein von meinem Vater, und da habe ich mir ein Buch gekauft und es gelernt, ich bin ja, wie gesagt, eher autodidaktisch veranlagt... Danach wusste ich, dass ich zwar wieder was im Medienbereich machen wollte, aber eben am liebsten in der digitalen Technik online. Schließlich landete ich bei ProSieben.de im Ad-Management, für das es damals erst wenige Leute gab.

Verstehe...
Ich bin kein Mensch, der Routine mag. Ich liebe Probleme, das sind für mich immer neue Herausforderungen. Da kann ich mich reinfuchsen, das ist meine Welt...

Und neue Herausforderungen gibt’s hier im Verlag in Ihrer Abteilung täglich...
Na klar. Ich liebe meinen Job, weil man sich im Digitalen hier jeden Tag neu beweisen, neu erfinden muss. Im Digitalen entwickelt sich alles so schnell weiter, also machen wir ständig Pionierarbeit. Gerade im Ad-Management sind wir gefragt, neue technische Herausforderungen – und die gibt es, weil immer neue Werbeformen entwickelt werden – sofort zu lösen.

Was für Herausforderungen sind das denn so konkret?
Bei Condé Nast haben wir einen sehr hohen Anspruch an Werbung auf unseren Websites. Zum einen muss sie sich optisch hochwertig in das Layout der Seiten einfügen, zum anderen müssen natürlich auch die Kundenwünsche optimal erfüllt werden – alles unsere Baustellen. Es ist sehr diffizil. Ich sage immer, meine Arbeit ist wie jeden Tag ein Tausender-Puzzle machen!

Was raten Sie denn jungen Menschen, die sich für so eine Arbeit wie die Ihre interessieren?
Ich würde sagen: Für Leute, die Veränderungen nicht mögen, ist das nix. Gelassenheit gehört dazu, aber auch eine Portion Ehrgeiz, wer Routine im Job haben will, ist hier fehl am Platz.

Sollten es Digital Natives sein?
Er oder sie sollte schon Spaß am digitalen Leben haben und sich auskennen, klar – und zahlenaffin zu sein ist sicher auch nicht verkehrt.

Markus Uhl
Lead Data Scientist
Close

Markus Uhl

Lead Data Scientist

Christian Tiede
Controller
Close

Christian Tiede

Controller

Controller. Da steckt der Schrecken ja schon in der Berufsbezeichnung ...
Keine Angst, das ist nur das Wort, das etwas furchteinflößend klingt. Genau genommen mache ich im Verlag kein pures Controlling, sondern vielmehr alles, was im Finanzbereich anfällt.

Das da wäre?
In unserer Abteilung erstellen wir die Monatsabschlüsse und -berichte. Darin sehen wir, wie wir finanziell dastehen – sowohl bei jeder einzelnen Marke als auch im gesamten Verlag. In diesen Berichten wird zum Beispiel dargestellt, wie das Ergebnis eines Hefts lautet, wie viele Kosten entstanden sind oder wie es um die Overhead-Kosten des gesamten Verlags steht.

Also geht es dabei vor allem um die absoluten Zahlen?
Nein, nein – wir kommentieren das Ergebnis natürlich auch. Allein sagen die Zahlen ja wenig aus. Wir stellen klar, warum die Abschlüsse so sind, warum die Kosten in einem Fall so hoch, die Erträge in einem anderen Fall unter den Erwartungen liegen – das kann ja immer plausible, aber nicht auf den ersten Blick erkennbare Gründe haben. Deshalb werden die Zahlen von uns stets sehr ausführlich und dezidiert erläutert.

Worin besteht die besondere Herausforderung in Ihrem Job?
Natürlich existiert ein gewisser zeitlicher Druck, das ist das eine. Es ist ja von existenzieller Bedeutung, dass der Verlag in jedem Monat vollkommen transparent darstellt, wie leistungsfähig er ist – und womöglich in naher Zukunft sein wird. Und zum anderen muss alles korrekt und sauber dargestellt werden.

Keine Arbeit für kreative Kröpfe ...
Die brauchen wir bei Condé Nast natürlich auch, aber die sind an anderen Stellen besser aufgehoben. (Lacht)


Werden Sie eigentlich von den Redaktionen als Partner oder als Gegner wahrgenommen, der den Rotstift ansetzt?
Ach, das ist bei Condé Nast kein Problem. Wir finden meistens einen harmonischen Mittelweg zwischen den kreativen und den kaufmännischen Erfordernissen unserer Arbeit. Wir sind schließlich alle in einem Unternehmen beschäftigt, das sich der Qualität verschrieben hat. Um es salopp auszudrücken: Wir lassen es uns etwas kosten, Geld zu machen ...

Ist das wichtiger, als über die handelsüblichen Talente eines Betriebswirts zu verfügen?
Das muss man trennen: Für den Job an sich muss man natürlich analytische Fähigkeiten und Spaß am Umgang mit Zahlen mitbringen. Darüber hinaus, da gebe ich Ihnen recht, geht es nicht ohne ein Gespür dafür, was der Verlag eigentlich macht: hochwertige journalistische Produkte. Das bedeutet, dass man hier in speziellen Situationen auch ein Verständnis dafür hat, wenn mal eine Zahl nicht den Erwartungen entspricht.

Haben Sie Betriebswirtschaft studiert?
Richtig, ich habe für meinen Bereich den klassischen Weg beschritten: Nach dem Abitur habe ich bei einer Versicherung eine kaufmännische Ausbildung gemacht, danach in Augsburg ein BWL-Studium absolviert.

Wie sind Sie dann zu Condé Nast gekommen?
Ich war in einer Wirtschaftsprüfung tätig und habe in diesem Rahmen den Condé Nast Verlag geprüft. Ich wusste also, was mich hier erwartete – und freute mich drauf. Das ist natürlich keine so trockene Materie wie in einer Wirtschaftsprüfung.

Was würden Sie potenziellen Bewerbern mit auf den Weg geben?
Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Produkt und generell mit dem Verlag ist hier ungewöhnlich hoch. Deshalb ist es wichtig für potenzielle Bewerber im Controlling, dass sie sich nicht nur mit Zahlen und Bilanzen auskennen, sondern auch über soziale Kompetenzen verfügen und sich gerne mit den Marken und Werten des Verlags auseinandersetzen. 

Dr. Judith Suwald
IT-Administration kaufmännische Systeme & Support
Close

Dr. Judith Suwald

IT-Administration kaufmännische Systeme & Support

Als kaufmännische Administratorin kümmern Sie sich in der IT-Abteilung von Condé Nast auch um das liebe Geld...
Indirekt richtig: Ich beschäftige mich mit Zahlen und Technik. Also fast jeder, der im Verlag Geld ausgibt oder einnimmt, muss das in irgendeiner Form in unserem Buchhaltungssystem hinterlegen. Ich kümmere mich darum, dass all das technisch funktioniert und die Schnittstellen zwischen den einzelnen Systemen laufen.
 
Können Sie einmal ein kleines Beispiel nennen, damit auch ein Laie sich etwas darunter vorstellen kann?
Na klar: Wenn jemand in einer Redaktion ein Thema plant, dann muss er die Eckdaten für die Produktion –Seitenpreis, Honorare für zum Beispiel freie Autoren, Kosten für Bilder etc. – kalkulieren und in unser Buchhaltungssystem eingeben. Da das recht komplex ist, helfe ich, wenn es hierbei Schwierigkeiten gibt.

Wieso kennen Sie sich so gut aus?
Ich habe mich jahrelang beim Hanser Verlag mit der Thematik beschäftigt und auch viele kaufmännische Auswertungen gemacht. Ich muss aber zugeben, dass mir Condé Nast schon während dieser Zeit aufgefallen ist – spätestens seit der ersten Ausgabe von myself in 2005, die fand ich auf Anhieb toll. Seitdem habe ich immer mal geschaut, ob eine passende Stelle frei ist...

Auf die Sie sich dann klassisch beworben haben?
Nein, ich bin angesprochen worden, von einer Personalagentur. Das war keine schwierige Entscheidung: Mich hat es gereizt, als kaufmännischer Administrator auch mal in einem internationalen Unternehmen zu arbeiten.

Haben sich Ihre Erwartungen bislang erfüllt?
Oh ja, es ist doch chic, Kollegen in New York oder Shanghai zu haben (lacht). Außerdem sind die Marken und Produkte Spitzenklasse, hier wird auf einem sehr hohen Niveau gearbeitet – aber auch mit Freude und Herzblut. Überhaupt die Arbeit mit Menschen, das mag ich sehr.

Worin besteht denn Ihre größte Herausforderung im neuen Job?
Manchmal  muss es schnell gehen, die Kollegen rufen an und brauchen zeitnahe Lösungen. Da kommt schon mal Zeitdruck auf. Im Fachzeitschriftenverlag war das nie ganz so eilig.

Stresst Sie so was?
Im Gegenteil: Mit organisatorischen und technischen Problemen meinen Kopf ständig herauszufordern, das liebe ich. Wenn etwas in einer Programmierung nicht klappt, gebe ich keine Ruhe, bis ich weiß, woran das liegt.

Sie arbeiten ja nicht nur für eine Marke, sondern für ganz Condé Nast ...
Und ich freue mich jeden Monat auf die neuen Ausgaben, ich könnte nun gar nicht mehr sagen, welches Magazin mir das liebste ist.

Können Sie sagen, welche Fähigkeiten man für Ihren Job mitbringen muss?
Das Wichtigste ist Freundlichkeit und Respekt im Umgang mit den Kollegen – nicht jeder ist technisch versiert, da muss man verständlich und geduldig erklären können.

Was ist mit der Ausbildung?
Grundvoraussetzung sollte ein kaufmännischer Hintergrund sein und eine hohe Affinität zu technischen Zusammenhängen. Umgekehrt ist es schwieriger: Techniker tun sich manchmal schwer, die kaufmännischen Zusammenhänge zu verstehen ...

Kommen Sie denn eher von der Technik?
Nein, überhaupt nicht (lacht). Ehrlich gesagt: Zu diesem Job bin ich wie die Jungfrau zum Kind gekommen, um es mal salopp zu sagen.

Jetzt machen Sie uns neugierig ...
Na ja, ich habe eine kaufmännische Ausbildung gemacht und dann Sinologie studiert.

Fachchinesisch!!! (Pause) Entschuldigung ...
Kein Problem (lacht). Und da ich ein wenig zu alt war, um mich nach meiner Promotion noch an der Uni zu habilitieren, bin ich im Hanser Verlag eingestiegen, zunächst im redaktionellen Bereich. Das mit der Technik und dem verlagsspezifischen Background habe ich mir dann angeeignet, weil es kein anderer machen wollte ...

Aber mal ehrlich: Sie würden niemandem raten, erst mal Sinologie zu studieren, um dann in einem Verlag  kaufmännischer Administrator zu werden?
Geschadet hat es aber auch nicht (lacht). Nein, ich würde jedem eine solide Berufsausbildung empfehlen. Studieren kann man hinterher ja immer noch. Das hat viele Vorteile.

Welche zum Beispiel?
Niemand kann einem mangelnde Berufserfahrung vorwerfen und in ein Praktikum schieben. Ich würde auch jedem ohne IT-Hintergrund dazu raten, technische Schulungen zur Administration zu machen. Jeder Arbeitgeber ist froh, wenn sich jemand in genau diese komplizierten Zusammenhänge „hineinfrickelt“.