Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Unser Verlagsstandort bietet ein großzügiges, schönes Arbeitsumfeld im Herzen Münchens mit perfekter Verkehrsanbindung, modernster Technik und sehr gut ausgestatteten Arbeitsplätzen.

Erfahren Sie hier mehr über das Arbeiten bei Condé Nast und lernen Sie Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen kennen, die über ihren Joballtag und ihren Werdegang berichten. 

 

Redaktionen

Journalisten, Bildredakteure, Mode-, Beauty-, Design- oder Wissenschaftsexperten, Grafiker, Social-Media-Redakteure und viele mehr – die Jobprofile in unseren Redaktionen sind spannend und facettenreich. Autonom im kreativen Prozess, nur der Markenphilosophie und dem Qualitätsanspruch verpflichtet, gestalten sie unsere vielfältigen Medienprodukte für Print und Online. Die Print- und Digital-Redaktionen von VOGUE, GLAMOUR, GQ , AD und WIRED sind in München ansässig – ebenso wie die Redaktions-Teams unserer Content-Marketing-Agentur, die Condé Nast Manufaktur. Lernen Sie hier einige unserer Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen und ihren Arbeitsalltag kennen.

Andrea Ketterer
Chefredakteurin GLAMOUR
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Andrea Ketterer - Chefredakteurin GLAMOUR

"Für mein Team suche ich immer nach sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten."

Andrea Vollmer-Hess
Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland
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Andrea Vollmer-Hess - Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland

"Es macht wahnsinnig Spaß, jeden Tag die schönsten Bilder zu sehen."

Alexandra Schöb
Mode-Redakteurin bei GLAMOUR.de
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Alexandra Schöb - Mode-Redakteurin bei GLAMOUR.de

"Ich gehe hier einer Arbeit nach, die sich gar nicht wie Arbeit anfühlt"

Du bist also eine der Mode-Experten im Verlag. Was hat dich dazu gemacht?
Leidenschaft. Auch wenn ich diesen Job bei GLAMOUR nicht hätte, würde ich mindestens den halben Tag mit denselben Themen verbringen. Denn was ich hier mache, spiegelt einfach mein persönliches Interesse wider. Schon zu Schulzeiten habe ich angefangen, mich mit Modemagazinen einzudecken und Outfit-Collagen zu basteln. Namen von Designern und Models konnte ich mir auch schon immer besser merken, als Latein-Vokabeln. Außerdem bringe ich noch eine andere für GLAMOUR wichtige Eigenschaft mit: Ich bin Hardcore-Online-Shopper (lacht)! Die Sortimente der einschlägigen Fashion-Stores im Netz kenne ich quasi in- und auswendig und kann das in Form von Shoppingtipps an unsere Leser weitergeben. Für meinen Job als Online Editor sind diese Eigenschaften wichtiger als ein klassisches Modestudium. Ich bin ja nicht für das Styling zuständig, sondern für das Texten. Dabei hilft natürlich auch, dass ich einen klassischen Journalismus-Background habe.
 
Ist es für deinen Job denn unbedingt notwendig, Models, Designer und ihre Kollektionen gut zu kennen? 
Auf jeden Fall! Auch wenn wir nicht zu jeder großen Fashion Show eine Kritik schreiben wie unsere Kollegen von VOGUE.de ist es für uns genauso wichtig, immer am Ball zu bleiben. Denn nur so kann man frühzeitig Trends erkennen, die für GLAMOUR-Leserinnen wichtig werden könnten. Auch Entwicklungen wie mehr Diversity oder Nachhaltigkeit in der Mode kann ich nur mit dem Blick auf das große Ganze erkennen. 
 
Wie hältst du dich denn up to date in Sachen Trends?   
Ich lese täglich die einschlägigen Branchenfachmagazine und seeeeehr viele Newsletter und Pressemitteilungen, die mich aus aller Welt erreichen. Das gibt mir einen guten Überblick über neue Produkte, Labels oder sonstige News. Ich bin aber auch sehr viel auf Instagram unterwegs. Dort finde ich Inspiration und kann schnell erkennen, was gerade angesagt ist. Zumal sich dort auch unsere Zielgruppe tummelt. Meistens nutze ich alles gleichzeitig. Ich werde von meinen Kollegen immer etwas aufgezogen, weil ich im Browser oft dreißig Tabs gleichzeitig offen habe (lacht).  
 
Und wie ist das mit dem Dresscode als Moderedakteurin: Musst du immer top gestylt im Büro erscheinen? 
Bei offiziellen Terminen sollte man sich schon ein paar Gedanken machen, schließlich fungiert man als Repräsentant der Marke. Ich sehe das Ganze aber nicht als Verpflichtung, es ist eher ein innerer Antrieb – wobei `top gestylt` ja auch Auslegungssache ist. Ich persönlich mag es eher lässig – du wirst mich also niemals in 12cm-Heels herumlaufen sehen – egal ob im Büro oder auf einem Event. Aber im Ernst: Mode ist meine Leidenschaft und ich bin froh, dass ich diese im Arbeitsalltag ausleben kann. Außerdem genieße ich die Narrenfreiheit, die mein Beruf mit sich bringt. Man kann quasi alles anziehen und jeder sagt „Ach schau an, das trägt man nun scheinbar so“ (lacht). 
 
Wie sieht denn so ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Wir fangen meist zwischen 8.30 und 9 Uhr an. Der erste Tagespunkt lautet: News checken, um zu wissen, was über Nacht auf der Welt passiert ist. Dazu schaue ich mir vor allem australische und US-Medien, die Fashion-Fachpresse sowie Konkurrenz- und Schwesterblätter an. Aber auch Instagram und Facebook checken wir: Was haben die Stars auf Event XY getragen? Wurde ein neues Label gelauncht? Gibt es einen neuen Super-Sneaker, den man jetzt unbedingt haben muss. Danach besprechen wir die Ergebnisse im Teammeeting und entscheiden, was sich zur Berichterstattung eignet und auf welchem Kanal wir es bringen. Dann erst machen wir uns an das Texten. Außerdem hat jeder von uns noch mindestens ein weiteres, größeres Thema für den Tag, zum Beispiel einen Service- oder Trend-Artikel mit aufwendigerer Recherche. Häufig kommen auch noch In- oder Außer-Haus-Termine und die ein oder andere Pressereise hinzu. 
 
Wie setzt sich die GLAMOUR.de-Redaktion zusammen?
Unser Team ist recht übersichtlich. Aktuell sind wir zu sechst in der Onlineredaktion. Mit zwei Kolleginnen teile ich mir die Themen für die Website auf: Eine Redakteurin kümmert sich um Beautythemen, die andere um Stars und Lifestyle und ich mich um die Mode. Wir recherchieren, schreiben, stellen unsere Artikel online, posten auf den Social-Media-Kanälen von GLAMOUR und haben dabei immer die Performance unserer Beiträge im Blick. Unterstützt werden wir dabei von einer Bildredakteurin und einer Bildpraktikantin. Unsere Redaktionsleitung kümmert sich um alle administrativen und technischen Belange sowie die strategische Ausrichtung der Seite.
 
Gibt es auch Schnittstellen zu anderen Abteilungen? Zum Beispiel zu den anderen Digitalteams oder auch den Kollegen in der GLAMOUR-Printredaktion…
Da hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Früher saßen wir mit den Printkollegen noch zusammen und haben deren Artikel nicht selten für die Website übernommen. Das machen wir nun nicht mehr so häufig. Wir haben festgestellt, dass Stories, die im Heft gut ankommen, nicht unbedingt auch Leserinnen im Web ansprechen. Modestrecken funktionieren online zum Beispiel überhaupt nicht, Service-, Shoppingthemen und News umso besser. Auch der Aufbau eines Heftartikels ist mit dem für Online nicht zu vergleichen. Das Tolle an unserer Arbeit ist: Wir können genau sehen, welche Artikel wie häufig und lange gelesen werden und welche Themen besonders gut funktionieren. Danach richten wir dann die Folgethemen aus. Seit alle Digitalteams beieinandersitzen, arbeiten wir auch noch stärker datengetrieben. Als Online-Moderedakteurin befasse ich mich an manchen Tagen mehr mit Suchmaschinen-Optimierung, Traffic-Auswertungen und Facebook-Algorithmen als mit Fashion – aber auch das ist wichtig und macht Spaß. Unterstützung bekommen wir von unserem SEO-Team und den Kollegen vom Audience Development, mit denen wir im engen Austausch sind.
 
Es gibt etliche Frauenmagazine in Deutschland. Warum arbeitest du ausgerechnet für GLAMOUR?
GLAMOUR steht für mich wie keine andere Marke für Positivität. Die Botschaft an unsere Leserinnen lautet: „Sei so, wie du bist, denn genauso bist du schön und richtig. Du musst dich nicht verbiegen.“ Dementsprechend wird man bei uns auch nie Diäten, Tipps zu Schönheits-OPs oder Ähnliches auf der Website finden. Body Positivity und Female Empowerment sind unsere Themen. Das unterstütze ich nur zu gerne. 
 
Was ist der Hauptgrund, dass du jeden Tag zur Arbeit kommst?
Weil ich hier einem Job nachgehe, der sich meist gar nicht nach Arbeit anfühlt. Ich darf mich von morgens bis abends mit Themen beschäftigen, die mich auch privat interessieren, bin Teil eines tollen Teams und habe ständigen Kontakt mit spannenden Labels und inspirierenden Menschen. Das "Arbeit" zu nennen, ist schon ein echter Glücksfall.
 
Dann wünsche ich weiterhin so viel Spaß dabei!
Vielen Dank, den werde ich haben.
 

 

Lilian Ingenkamp
Redakteurin im Style-Ressort von AD
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Lilian Ingenkamp - Redakteurin im Style-Ressort von AD

"Eine AD-Produktion ist wie ein kleiner Umzug..."

Sie sind ein echtes „Condé-Nast-Gewächs“?
Stimmt, ich bin wirklich schon lange im Verlag – seitdem ich 19 Jahre alt bin. Allerdings nicht immer im selben Job, keine Angst...

Wie haben Sie das denn in so jungen Jahren schon bewerkstelligt?
Ich habe mich nach dem Abitur für ein Praktikum im Korrespondenzbüro in Paris beworben – mit Erfolg! Das ging ziemlich schnell, kaum war die Bewerbung raus, war ich auch schon in Frankreich...

Und dann sind Sie geblieben?
Nach dem sechsmonatigen Praktikum bin ich wieder zurück nach München gegangen und habe drei Jahre lang Modejournalismus und Medienkommunikation studiert. Währenddessen habe ich aber auch immer wieder für Condé Nast gearbeitet, als Werkstudentin in der GLAMOUR-Redaktion, hauptsächlich in der Moderequisite, und dann im Digitalbereich für Condé Net, wie es damals noch hieß.

Sie scheinen ja früh eine „Liebesbeziehung“ zu Condé Nast aufgebaut zu haben... Wie kam es dazu?
Ich fand es spannend, was sich bei Condé Nast tut. Als ich nach meinem Studium als Onlinevolontärin bei VOGUE fest anfing, wurde gerade die erste iPad-App gelauncht – das war für mich total interessant, weil ganz neu, ich konnte gleich sehr viel mitarbeiten und eigene Ideen umsetzen. So „mittendrin“ hätte ich an anderer Stelle wohl kaum einsteigen können.

Nun sind Sie Textredakteurin bei AD, die als journalistische Instanz in der internationalen Design- und Architekturszene gilt. Von der Mode zum Design und zur Architektur, von Online zu Print...
(Lacht) Ich wollte neue Sachen entdecken – und an Design bin ich schon lange interessiert. AD ist nun mal die erste Adresse, wenn es um Interior Design, Kultur und Architektur auf internationalem Niveau geht.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie beim Vorstellungsgespräch gefragt worden sind...
...was wollen Sie hier? Klar. (Lacht laut) Ich selbst habe den Themenwechsel jedoch gar nicht als so abwegig empfunden, ich dachte: Natürlich will ich dahin, AD ist schließlich eine tolle Marke!

Was machen Sie jetzt genau in der Redaktion?
Ich bin Redakteurin im Style-Ressort von AD. Meine Kollegen und ich sind immer auf der Suche nach neuen, besonderen Design-Highlights, besuchen die internationalen Möbelmessen, führen Interviews, verfassen Artikel und organisieren Fotoproduktionen.

Das heißt, dass Sie neben den kreativen auch gewisse organisatorische Fähigkeiten mitbringen müssen?
Genau. Für die Fotostrecken, die wir in Deutschland shooten, müssen Möbel und Produkte aus der ganzen Welt nach München geschafft werden, zum Teil fotografieren wir auch in Berlin. Manchmal ist so eine Produktion wie ein kleiner Umzug – mit dem Unterschied, dass nach dem Shooting alles wieder zurückgeschickt werden muss.

Zu Ihren Aufgaben gehört auch das Schreiben von Artikeln?
Ja, das ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Wir führen Interviews mit international renommierten Designern, Künstlern und Kreativen...

Die Kür Ihrer Arbeit, nehme ich an?
Sicher, die Treffen mit interessanten Persönlichkeiten aus meiner Branche sind natürlich Highlights. Neulich habe ich den Designer Jacob Gubi in Kopenhagen getroffen, er hat dort gerade ein neues Restaurant ausgestattet – das war ein tolles, entspanntes Gespräch.

Zeigen Sie uns doch mal den Königsweg in eine Redaktion wie AD auf, was muss man für ein Mensch sein, wenn man hier glücklich werden will?
Die auffälligste Gemeinsamkeit in unserer Redaktion ist sicher, dass jeder über ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein für Stil, Design und Ästhetik verfügt. Für mich sind wir ein perfektes Team – fachlich wie menschlich.

Wenn man in dieses Team möchte, braucht man...
Zunächst eine gute journalistische Ausbildung denke ich. Natürlich wäre ein Kunst- oder Architekturstudium auch sinnvoll. Das Handwerk ist schon wichtig. Und Neugier natürlich!

Lilian Ingenkamp
Redakteurin im Style-Ressort von AD
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Lilian Ingenkamp

Redakteurin im Style-Ressort von AD

Sie sind ein echtes „Condé-Nast-Gewächs“?
Stimmt, ich bin wirklich schon lange im Verlag – seitdem ich 19 Jahre alt bin. Allerdings nicht immer im selben Job, keine Angst...

Wie haben Sie das denn in so jungen Jahren schon bewerkstelligt?
Ich habe mich nach dem Abitur für ein Praktikum im Korrespondenzbüro in Paris beworben – mit Erfolg! Das ging ziemlich schnell, kaum war die Bewerbung raus, war ich auch schon in Frankreich...

Und dann sind Sie geblieben?
Nach dem sechsmonatigen Praktikum bin ich wieder zurück nach München gegangen und habe drei Jahre lang Modejournalismus und Medienkommunikation studiert. Währenddessen habe ich aber auch immer wieder für Condé Nast gearbeitet, als Werkstudentin in der GLAMOUR-Redaktion, hauptsächlich in der Moderequisite, und dann im Digitalbereich für Condé Net, wie es damals noch hieß.

Sie scheinen ja früh eine „Liebesbeziehung“ zu Condé Nast aufgebaut zu haben... Wie kam es dazu?
Ich fand es spannend, was sich bei Condé Nast tut. Als ich nach meinem Studium als Onlinevolontärin bei VOGUE fest anfing, wurde gerade die erste iPad-App gelauncht – das war für mich total interessant, weil ganz neu, ich konnte gleich sehr viel mitarbeiten und eigene Ideen umsetzen. So „mittendrin“ hätte ich an anderer Stelle wohl kaum einsteigen können.

Nun sind Sie Textredakteurin bei AD, die als journalistische Instanz in der internationalen Design- und Architekturszene gilt. Von der Mode zum Design und zur Architektur, von Online zu Print...
(Lacht) Ich wollte neue Sachen entdecken – und an Design bin ich schon lange interessiert. AD ist nun mal die erste Adresse, wenn es um Interior Design, Kultur und Architektur auf internationalem Niveau geht.

Ich kann mir vorstellen, dass Sie beim Vorstellungsgespräch gefragt worden sind...
...was wollen Sie hier? Klar. (Lacht laut) Ich selbst habe den Themenwechsel jedoch gar nicht als so abwegig empfunden, ich dachte: Natürlich will ich dahin, AD ist schließlich eine tolle Marke!

Was machen Sie jetzt genau in der Redaktion?
Ich bin Redakteurin im Style-Ressort von AD. Meine Kollegen und ich sind immer auf der Suche nach neuen, besonderen Design-Highlights, besuchen die internationalen Möbelmessen, führen Interviews, verfassen Artikel und organisieren Fotoproduktionen.

Das heißt, dass Sie neben den kreativen auch gewisse organisatorische Fähigkeiten mitbringen müssen?
Genau. Für die Fotostrecken, die wir in Deutschland shooten, müssen Möbel und Produkte aus der ganzen Welt nach München geschafft werden, zum Teil fotografieren wir auch in Berlin. Manchmal ist so eine Produktion wie ein kleiner Umzug – mit dem Unterschied, dass nach dem Shooting alles wieder zurückgeschickt werden muss.

Zu Ihren Aufgaben gehört auch das Schreiben von Artikeln?
Ja, das ist sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Wir führen Interviews mit international renommierten Designern, Künstlern und Kreativen...

Die Kür Ihrer Arbeit, nehme ich an?
Sicher, die Treffen mit interessanten Persönlichkeiten aus meiner Branche sind natürlich Highlights. Neulich habe ich den Designer Jacob Gubi in Kopenhagen getroffen, er hat dort gerade ein neues Restaurant ausgestattet – das war ein tolles, entspanntes Gespräch.

Zeigen Sie uns doch mal den Königsweg in eine Redaktion wie AD auf, was muss man für ein Mensch sein, wenn man hier glücklich werden will?
Die auffälligste Gemeinsamkeit in unserer Redaktion ist sicher, dass jeder über ein sehr ausgeprägtes Bewusstsein für Stil, Design und Ästhetik verfügt. Für mich sind wir ein perfektes Team – fachlich wie menschlich.

Wenn man in dieses Team möchte, braucht man...
Zunächst eine gute journalistische Ausbildung denke ich. Natürlich wäre ein Kunst- oder Architekturstudium auch sinnvoll. Das Handwerk ist schon wichtig. Und Neugier natürlich!

Alexandra Schöb
Mode-Redakteurin bei GLAMOUR.de
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Alexandra Schöb

Mode-Redakteurin bei GLAMOUR.de

Du bist also eine der Mode-Experten im Verlag. Was hat dich dazu gemacht?
Leidenschaft. Auch wenn ich diesen Job bei GLAMOUR nicht hätte, würde ich mindestens den halben Tag mit denselben Themen verbringen. Denn was ich hier mache, spiegelt einfach mein persönliches Interesse wider. Schon zu Schulzeiten habe ich angefangen, mich mit Modemagazinen einzudecken und Outfit-Collagen zu basteln. Namen von Designern und Models konnte ich mir auch schon immer besser merken, als Latein-Vokabeln. Außerdem bringe ich noch eine andere für GLAMOUR wichtige Eigenschaft mit: Ich bin Hardcore-Online-Shopper (lacht)! Die Sortimente der einschlägigen Fashion-Stores im Netz kenne ich quasi in- und auswendig und kann das in Form von Shoppingtipps an unsere Leser weitergeben. Für meinen Job als Online Editor sind diese Eigenschaften wichtiger als ein klassisches Modestudium. Ich bin ja nicht für das Styling zuständig, sondern für das Texten. Dabei hilft natürlich auch, dass ich einen klassischen Journalismus-Background habe.
 
Ist es für deinen Job denn unbedingt notwendig, Models, Designer und ihre Kollektionen gut zu kennen? 
Auf jeden Fall! Auch wenn wir nicht zu jeder großen Fashion Show eine Kritik schreiben wie unsere Kollegen von VOGUE.de ist es für uns genauso wichtig, immer am Ball zu bleiben. Denn nur so kann man frühzeitig Trends erkennen, die für GLAMOUR-Leserinnen wichtig werden könnten. Auch Entwicklungen wie mehr Diversity oder Nachhaltigkeit in der Mode kann ich nur mit dem Blick auf das große Ganze erkennen. 
 
Wie hältst du dich denn up to date in Sachen Trends?   
Ich lese täglich die einschlägigen Branchenfachmagazine und seeeeehr viele Newsletter und Pressemitteilungen, die mich aus aller Welt erreichen. Das gibt mir einen guten Überblick über neue Produkte, Labels oder sonstige News. Ich bin aber auch sehr viel auf Instagram unterwegs. Dort finde ich Inspiration und kann schnell erkennen, was gerade angesagt ist. Zumal sich dort auch unsere Zielgruppe tummelt. Meistens nutze ich alles gleichzeitig. Ich werde von meinen Kollegen immer etwas aufgezogen, weil ich im Browser oft dreißig Tabs gleichzeitig offen habe (lacht).  
 
Und wie ist das mit dem Dresscode als Moderedakteurin: Musst du immer top gestylt im Büro erscheinen? 
Bei offiziellen Terminen sollte man sich schon ein paar Gedanken machen, schließlich fungiert man als Repräsentant der Marke. Ich sehe das Ganze aber nicht als Verpflichtung, es ist eher ein innerer Antrieb – wobei `top gestylt` ja auch Auslegungssache ist. Ich persönlich mag es eher lässig – du wirst mich also niemals in 12cm-Heels herumlaufen sehen – egal ob im Büro oder auf einem Event. Aber im Ernst: Mode ist meine Leidenschaft und ich bin froh, dass ich diese im Arbeitsalltag ausleben kann. Außerdem genieße ich die Narrenfreiheit, die mein Beruf mit sich bringt. Man kann quasi alles anziehen und jeder sagt „Ach schau an, das trägt man nun scheinbar so“ (lacht). 
 
Wie sieht denn so ein typischer Arbeitstag bei dir aus?
Wir fangen meist zwischen 8.30 und 9 Uhr an. Der erste Tagespunkt lautet: News checken, um zu wissen, was über Nacht auf der Welt passiert ist. Dazu schaue ich mir vor allem australische und US-Medien, die Fashion-Fachpresse sowie Konkurrenz- und Schwesterblätter an. Aber auch Instagram und Facebook checken wir: Was haben die Stars auf Event XY getragen? Wurde ein neues Label gelauncht? Gibt es einen neuen Super-Sneaker, den man jetzt unbedingt haben muss. Danach besprechen wir die Ergebnisse im Teammeeting und entscheiden, was sich zur Berichterstattung eignet und auf welchem Kanal wir es bringen. Dann erst machen wir uns an das Texten. Außerdem hat jeder von uns noch mindestens ein weiteres, größeres Thema für den Tag, zum Beispiel einen Service- oder Trend-Artikel mit aufwendigerer Recherche. Häufig kommen auch noch In- oder Außer-Haus-Termine und die ein oder andere Pressereise hinzu. 
 
Wie setzt sich die GLAMOUR.de-Redaktion zusammen?
Unser Team ist recht übersichtlich. Aktuell sind wir zu sechst in der Onlineredaktion. Mit zwei Kolleginnen teile ich mir die Themen für die Website auf: Eine Redakteurin kümmert sich um Beautythemen, die andere um Stars und Lifestyle und ich mich um die Mode. Wir recherchieren, schreiben, stellen unsere Artikel online, posten auf den Social-Media-Kanälen von GLAMOUR und haben dabei immer die Performance unserer Beiträge im Blick. Unterstützt werden wir dabei von einer Bildredakteurin und einer Bildpraktikantin. Unsere Redaktionsleitung kümmert sich um alle administrativen und technischen Belange sowie die strategische Ausrichtung der Seite.
 
Gibt es auch Schnittstellen zu anderen Abteilungen? Zum Beispiel zu den anderen Digitalteams oder auch den Kollegen in der GLAMOUR-Printredaktion…
Da hat sich in den letzten Jahren viel geändert. Früher saßen wir mit den Printkollegen noch zusammen und haben deren Artikel nicht selten für die Website übernommen. Das machen wir nun nicht mehr so häufig. Wir haben festgestellt, dass Stories, die im Heft gut ankommen, nicht unbedingt auch Leserinnen im Web ansprechen. Modestrecken funktionieren online zum Beispiel überhaupt nicht, Service-, Shoppingthemen und News umso besser. Auch der Aufbau eines Heftartikels ist mit dem für Online nicht zu vergleichen. Das Tolle an unserer Arbeit ist: Wir können genau sehen, welche Artikel wie häufig und lange gelesen werden und welche Themen besonders gut funktionieren. Danach richten wir dann die Folgethemen aus. Seit alle Digitalteams beieinandersitzen, arbeiten wir auch noch stärker datengetrieben. Als Online-Moderedakteurin befasse ich mich an manchen Tagen mehr mit Suchmaschinen-Optimierung, Traffic-Auswertungen und Facebook-Algorithmen als mit Fashion – aber auch das ist wichtig und macht Spaß. Unterstützung bekommen wir von unserem SEO-Team und den Kollegen vom Audience Development, mit denen wir im engen Austausch sind.
 
Es gibt etliche Frauenmagazine in Deutschland. Warum arbeitest du ausgerechnet für GLAMOUR?
GLAMOUR steht für mich wie keine andere Marke für Positivität. Die Botschaft an unsere Leserinnen lautet: „Sei so, wie du bist, denn genauso bist du schön und richtig. Du musst dich nicht verbiegen.“ Dementsprechend wird man bei uns auch nie Diäten, Tipps zu Schönheits-OPs oder Ähnliches auf der Website finden. Body Positivity und Female Empowerment sind unsere Themen. Das unterstütze ich nur zu gerne. 
 
Was ist der Hauptgrund, dass du jeden Tag zur Arbeit kommst?
Weil ich hier einem Job nachgehe, der sich meist gar nicht nach Arbeit anfühlt. Ich darf mich von morgens bis abends mit Themen beschäftigen, die mich auch privat interessieren, bin Teil eines tollen Teams und habe ständigen Kontakt mit spannenden Labels und inspirierenden Menschen. Das "Arbeit" zu nennen, ist schon ein echter Glücksfall.
 
Dann wünsche ich weiterhin so viel Spaß dabei!
Vielen Dank, den werde ich haben.
 

 

Andrea Vollmer-Hess
Bildredakteurin bei VOGUE und Syndication Manager für Condé Nast Deutschland
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Andrea Ketterer
Chefredakteurin GLAMOUR
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