Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Unser Verlagsstandort bietet ein großzügiges, schönes Arbeitsumfeld im Herzen Münchens mit perfekter Verkehrsanbindung, modernster Technik und sehr gut ausgestatteten Arbeitsplätzen.

Erfahren Sie hier mehr über das Arbeiten bei Condé Nast und lernen Sie Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen kennen, die über ihren Joballtag und ihren Werdegang berichten. 

 

Vermarktung und Marketing

Unsere Vermarktungs- und Marketing-Teams stellen aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung neben den Redaktionen den größten Unternehmensbereich dar. Das Marketing-Team konzipiert und realisiert kreative Kampagnen, Events und Brand Experiences. Dabei arbeiten sie eng mit den Brand-Sales-Teams zusammen, die u.a. Vermarktungskonzepte für unsere Events entwickeln.
Eine wichtige Rolle haben auch die beiden zentralen Sales-Teams, die für den Verkauf von Print-Anzeigen und digitalen Werbeformaten verantwortlich sind. Sie arbeiten Hand in Hand mit dem digitalen Produkt- und Kampagnenmanagement und dem Client-Services-Team, das kreative crossmediale Werbelösungen für unsere Kunden entwickelt. 
 

Kathrin Ölscher
Senior Marketing Manager GLAMOUR
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Kathrin Ölscher - Senior Marketing Manager GLAMOUR

"Wir denken nicht in Kanälen, sondern es geht uns um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR."

Helfen Sie uns: Was treibt so ein Marketing Manager eigentlich den ganzen Tag?
Als Marketing Manager bin ich für die Werbung für GLAMOUR zuständig. Im Team entwickeln wir kreative Marketing-Maßnahmen  – im klassischen Marketing etwa Anzeigenmotive, TV-Spots oder überlegen uns kreative Werbeaktionen bis hin zu Guerilla-Maßnahmen – mit dem Ziel, das Markenimage zu festigen, die Marke noch bekannter zu machen und sie positiv von der Konkurrenz abzuheben. Letztlich soll alles, was wir tun die Auflage und die Reichweite durch imagefördernde Maßnahmen unterstützen und den sehr hohen Qualitätsanspruch der Marke wahren. Wir versuchen, die Arbeit der Redaktion mit der passenden Ansprache und den richtigen Mitteln in die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei reicht es nicht, in einzelnen Medienkanälen zu denken, sondern uns geht es um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR.

Dazu gehören klassische Kampagnen?
Neben der klassischen Mediaklaviatur wie Print, TV und Online probieren wir auch neue, digitale Werbeformen sowie Kooperationen aus. Ein wichtiger Teil sind auch Events und Aktionen, die wir entweder selbst oder im Rahmen von Partnerschaften wie z.B. Shop-Events veranstalten. Damit machen wir die 360 Grad erlebbar.

Dann gehe ich mal davon aus, dass Ihre Stärke die Kommunikation ist?
Könnte man so sagen. Wir sind mit den unterschiedlichsten Stellen hier im Haus und auch extern – mit Event- und Kreativagenturen – im ständigen Austausch.

Im Klartext: Sie müssen sehr viel reden.

Es hilft schon, wenn man gern mit Leuten spricht, das stimmt.

Wie lernt man Ihren Beruf? Oder besser: Kann man den lernen, gibt’s einen Königsweg?
Nach dem Abitur habe ich zuerst eine Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien gemacht, war also eher im kreativen, grafischen Bereich unterwegs.

Mit welcher Motivation haben Sie das gemacht?
Ich würde sagen: Aus einem generellen Interesse an Werbung und an speziellen Fragen, die sich daraus ergeben – etwa wie Schrift in Kombination mit einem Bild wirkt, mit welchen Mitteln man ein bestimmtes Image transportiert, so etwas.

Verstehe. Ist aber jetzt nicht ganz genau das, was Sie heute machen, oder?
Nein, das ist richtig. Ich habe gemerkt, dass mir der rein ausführende Part nicht genügte...

Sie wollten selber entwickeln, was da im Einzelnen ausgeführt wird?
Genau. (Lacht) Mir liegt das konzeptionelle Arbeiten mehr.

Wie haben Sie den Richtungswechsel dann geschafft?
Ganz klassisch: Ich habe nach der Ausbildung ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Medienwirtschaft in Köln absolviert mit einer Diplomarbeit über Markenführung: Wie muss der Kern einer Marke definiert sein, damit nach außen hin ein bestimmtes Image entsteht.

Klingt kompliziert.
Ist es auch oft, aber ich habe das Glück, bei Condé Nast mit Medienprodukten zu arbeiten, die einen starken und einzigartigen Markenkern haben. Nehmen Sie GLAMOUR: Die Marke steht für Fashion und Beauty auf höchstem Niveau und verbindet Luxus und Mass-Market perfekt.

Mit Aktionen wie der GLAMOUR Shopping-Week wird die Marke zusätzlich auf anderen Ebenen erlebbar gemacht. Als eine der größten Einzelhandelskooperationen im deutschsprachigen Raum bietet GLAMOUR entsprechenden Partnern eine Plattform, um exklusive Shopping-Angebote den Leserinnen zur Verfügung zu stellen. Bei den Leserinnen wie auch den Kooperationspartnern ist die Shopping-Week zweimal im Jahr eine fest eingeplante Instanz. Damit wurde eine Aktion ins Leben gerufen, von der viele andere Medienhäuser sich fragen: Wow, wie haben die das geschafft?

Und, wie hat man das geschafft?
Na ja. Condé Nast hat sehr unterschiedlich positionierte Marken – mit einer grundlegenden Gemeinsamkeit: Sie haben alle einen hohen Anspruch und garantieren eine bestimmte Qualität. So ist der Name Condé Nast ein Gütesiegel, und das kann ich sagen, gerade weil ich noch nicht so lange hier arbeite und das über einen großen Zeitraum eher von außen so wahrgenommen habe. Als Mitarbeiterin in anderen Verlagen.

Ihre größte Herausforderung?
Die ergibt sich aus dem Erfolg von GLAMOUR. Wir reden hier über eine starke Marke, die den perfekten Spagat zwischen Luxus und breiter Popularität schafft. Im Marketing müssen wir darauf achten, dass beide Komponenten sich die Waage halten und dass wir nicht mehr nach Kanälen unterscheiden, sondern nur noch in Marken denken.

Würden Sie sagen, dass die Lust am Shopping eine Grundvoraussetzung für eine zukünftige Marketing Managerin bei GLAMOUR ist?
Klar, man muss seine Zielgruppe ja kennen. (Lacht) Nein, ernsthaft: Natürlich sollte man Interesse für Werbung, Trends und Kreativität mitbringen. Und ein Gefühl für ästhetische Gestaltung wäre auch nicht schlecht. Ein klassisches BWL-Studium mit einem Marketing-Schwerpunkt hilft natürlich auch.

Andrea Latten
Brand Director VOGUE & AD
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Andrea Latten - Brand Director VOGUE & AD

"Die Tools unseres Jobs kann man lernen, aber Leidenschaft für die Marken – das ist eine Grundvoraussetzung"

In einem Satz: Was machst du für den Condé Nast Verlag?
Ich bin in erster Linie für die Erstellung von Vermarktungskonzepten für VOGUE & AD zuständig, befasse mich aber auch mit neuen Erlösansätzen für beide Marken. Dazu gehören Events, mit denen wir unsere Marken erlebbar machen, wie zum Beispiel die „VOGUE loves“-Shopping-Events oder Konferenzen wie der AD Design Summit.

Nehmen wir mal an, für VOGUE soll ein ganz neues Event-Format entstehen. Welche Aufgaben kommen dann auf dich und dein Team zu?
An der Entwicklung des Formats sind mehrere Teams beteiligt: Redaktion, Marketing und natürlich wir im Brand Sales Team. Wir bringen das Konzept dann für unsere Werbekunden zu Papier und entwickeln Ansätze, wie sie mit ihrer Marke dabei sein können. Sprich: Wir kümmern uns darum, das Event zu finanzieren. Dann erst legen wir los, so ein Projekt auch umzusetzen.

Was ist dabei die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung ist es, die Interessen aller Beteiligten zu verbinden, ihren kreativen Input auf den Punkt zu bringen und dann noch für Außenstehende abzubilden.

Und wer unterstützt dich dabei?
Im Brand Sales sind wir sieben Personen, vom Junior Brand Manager bis zum Brand Director. Im Grunde ergeben sich aber Schnittstellen mit fast allen Abteilungen. Besonders eng arbeiten wir mit dem Marketing, den Redaktionen, der Produktion und den Sales Teams zusammen, Print wie Digital. Aber auch mit der PR, gerade wenn es um Events geht. Unser Aufgabenfeld ist so breit, dass wir fast überall involviert sind. Wie sagt man nochmal? Ah ja, die eierlegende Wollmilchsau – aber im positiven Sinn (lacht).  

Verstehe, bei euch sollte man also ein Multitalent sein. Gibt es trotzdem Fähigkeiten, die für die Arbeit in deinem Team besonders wichtig sind?
Auf jeden Fall Flexibilität. Zum einen, da unser Aufgabenfeld so vielfältig ist, zum anderen, da sich die Medienbranche ständig weiterentwickelt. Hier ist so vieles in Bewegung. Neugier, Offenheit und ein gewisses Gefühl für Zeitgeist sind auch wichtige Eigenschaften, wenn man für Marken wie VOGUE und AD arbeitet. Wir beobachten ständig, was da draußen passiert und was wir tun können, um aktuelle Trends einzufangen und daraus schließlich neue, geeignete Markenplattformen zu schaffen. Natürlich sollte man sich schon auch für Mode- und Designthemen interessieren. Sonst fällt es schwer, in Terminen mit den Redaktionen zu diskutieren und Ideen zu entwickeln, die wirklich zu unseren Marken passen.

Du stellst also auch Bewerber ein, die sich nicht im kleinsten Detail mit den neuesten Kollektionen oder Designern auskennen?
Ja, auf jeden Fall! Die Kollektionen kenne ich ja auch nicht auswendig. Das Interesse für unsere Marken und deren Kosmos ist wichtig, um sich immer wieder zu inspirieren. Dann weiß man auch, wie man eine Verbindung zwischen unseren Marken und denen der Kunden schafft. Auch die Tools unseres Jobs kann man im Prinzip lernen. Aber Leidenschaft für die Marken – das ist eine Grundvoraussetzung. Ob die vorhanden ist, merkt man im Bewerbungsgespräch schnell.

Du selbst bist ja jetzt schon seit einigen Jahren bei Condé Nast und hast in der Zeit bestimmt schon viel erlebt. Was war dein absolutes Highlight?
Oje, das ist schwer. Ich glaube am tollsten ist es, zu sehen, was für eine Faszination unsere Marken auf die Leser und Fans ausüben. Man merkt das zum Beispiel bei unseren VOGUE-Events rund um die Fashion Week. Da kommen immer wieder Modebegeisterte, die mit unserer Chefredakteurin Christiane Arp Selfies machen wollen und ihr sagen, wie toll sie das finden, was VOGUE macht. Bei AD ist das ähnlich, zum Beispiel beim Design Award, mit dem wir Nachwuchsdesigner fördern. All dieses Engagement geht ja auch weit über das hinaus, was im Heft passiert.

Apropos Highlight: Wie ist es eigentlich, mit Christiane Arp zusammenzuarbeiten?
Toll! Wirklich sehr inspirierend. Christiane Arp ist eine unglaublich kreative Vordenkerin. Sie stellt die Dinge immer wieder in Frage und legt dazu – wenn nötig – auch mal den Finger in die Wunde. Stillstand ist ein Fremdwort für sie. Man kann so viel von ihr lernen.

Hat sich deine Arbeit im Laufe der Jahre denn verändert?
Klar, die hat sich total verändert! Früher waren wir eine Anzeigenabteilung, die klassische Angebote mit den Anzeigenpreisen unserer Magazine verschickt hat. Irgendwann kamen dann Websites und damit digitale Werbemittel hinzu. Da war die Welt noch in Ordnung (lacht). Heute gibt es eine Vielzahl an Produkten, die wir hier im Team vermarkten. Im Mittelpunkt stehen Magazin und Website. Drumherum gibt es aber noch viele Social-Media-Kanäle, Sonderhefte und Events. Alles ist deutlich komplexer geworden. Mir persönlich macht der Job dadurch aber auch jedes Jahr mehr Spaß.

Hört sich an, als wärst du wunschlos glücklich. Oder gibt es vielleicht doch ein Projekt, dass du gern noch umsetzen würdest?
Na klar, ich sehe da noch so viel Potenzial! Ich möchte mich noch weiter darauf konzentrieren, unsere Marken zu ganzen Markenwelten auszubauen. Wir sollten ihre ikonische Kraft noch mehr nutzen, um auch in ganz anderen Geschäftsfeldern erfolgreich zu sein. Ein Beispiel von GQ ist die GQ Bar in Berlin. Vielleicht kommen wir aber auch bald mit einer limitierten VOGUE-Kollektion um die Ecke. Oder wir vermarkten Apartments, die von den Interior-Experten von AD eingerichtet wurden. Toll wäre, wenn Leute in Zukunft bei den Begriffen „VOGUE“ oder „AD“ zwar in erster Linie an das Magazin, aber auch an eine ganze Markenwelt denken“.

Na da bin ich mal gespannt. Viel Erfolg dabei!
Ja, man darf gespannt sein. Vielen Dank!

Andrea Latten
Brand Director VOGUE & AD
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Andrea Latten

Brand Director VOGUE & AD

In einem Satz: Was machst du für den Condé Nast Verlag?
Ich bin in erster Linie für die Erstellung von Vermarktungskonzepten für VOGUE & AD zuständig, befasse mich aber auch mit neuen Erlösansätzen für beide Marken. Dazu gehören Events, mit denen wir unsere Marken erlebbar machen, wie zum Beispiel die „VOGUE loves“-Shopping-Events oder Konferenzen wie der AD Design Summit.

Nehmen wir mal an, für VOGUE soll ein ganz neues Event-Format entstehen. Welche Aufgaben kommen dann auf dich und dein Team zu?
An der Entwicklung des Formats sind mehrere Teams beteiligt: Redaktion, Marketing und natürlich wir im Brand Sales Team. Wir bringen das Konzept dann für unsere Werbekunden zu Papier und entwickeln Ansätze, wie sie mit ihrer Marke dabei sein können. Sprich: Wir kümmern uns darum, das Event zu finanzieren. Dann erst legen wir los, so ein Projekt auch umzusetzen.

Was ist dabei die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung ist es, die Interessen aller Beteiligten zu verbinden, ihren kreativen Input auf den Punkt zu bringen und dann noch für Außenstehende abzubilden.

Und wer unterstützt dich dabei?
Im Brand Sales sind wir sieben Personen, vom Junior Brand Manager bis zum Brand Director. Im Grunde ergeben sich aber Schnittstellen mit fast allen Abteilungen. Besonders eng arbeiten wir mit dem Marketing, den Redaktionen, der Produktion und den Sales Teams zusammen, Print wie Digital. Aber auch mit der PR, gerade wenn es um Events geht. Unser Aufgabenfeld ist so breit, dass wir fast überall involviert sind. Wie sagt man nochmal? Ah ja, die eierlegende Wollmilchsau – aber im positiven Sinn (lacht).  

Verstehe, bei euch sollte man also ein Multitalent sein. Gibt es trotzdem Fähigkeiten, die für die Arbeit in deinem Team besonders wichtig sind?
Auf jeden Fall Flexibilität. Zum einen, da unser Aufgabenfeld so vielfältig ist, zum anderen, da sich die Medienbranche ständig weiterentwickelt. Hier ist so vieles in Bewegung. Neugier, Offenheit und ein gewisses Gefühl für Zeitgeist sind auch wichtige Eigenschaften, wenn man für Marken wie VOGUE und AD arbeitet. Wir beobachten ständig, was da draußen passiert und was wir tun können, um aktuelle Trends einzufangen und daraus schließlich neue, geeignete Markenplattformen zu schaffen. Natürlich sollte man sich schon auch für Mode- und Designthemen interessieren. Sonst fällt es schwer, in Terminen mit den Redaktionen zu diskutieren und Ideen zu entwickeln, die wirklich zu unseren Marken passen.

Du stellst also auch Bewerber ein, die sich nicht im kleinsten Detail mit den neuesten Kollektionen oder Designern auskennen?
Ja, auf jeden Fall! Die Kollektionen kenne ich ja auch nicht auswendig. Das Interesse für unsere Marken und deren Kosmos ist wichtig, um sich immer wieder zu inspirieren. Dann weiß man auch, wie man eine Verbindung zwischen unseren Marken und denen der Kunden schafft. Auch die Tools unseres Jobs kann man im Prinzip lernen. Aber Leidenschaft für die Marken – das ist eine Grundvoraussetzung. Ob die vorhanden ist, merkt man im Bewerbungsgespräch schnell.

Du selbst bist ja jetzt schon seit einigen Jahren bei Condé Nast und hast in der Zeit bestimmt schon viel erlebt. Was war dein absolutes Highlight?
Oje, das ist schwer. Ich glaube am tollsten ist es, zu sehen, was für eine Faszination unsere Marken auf die Leser und Fans ausüben. Man merkt das zum Beispiel bei unseren VOGUE-Events rund um die Fashion Week. Da kommen immer wieder Modebegeisterte, die mit unserer Chefredakteurin Christiane Arp Selfies machen wollen und ihr sagen, wie toll sie das finden, was VOGUE macht. Bei AD ist das ähnlich, zum Beispiel beim Design Award, mit dem wir Nachwuchsdesigner fördern. All dieses Engagement geht ja auch weit über das hinaus, was im Heft passiert.

Apropos Highlight: Wie ist es eigentlich, mit Christiane Arp zusammenzuarbeiten?
Toll! Wirklich sehr inspirierend. Christiane Arp ist eine unglaublich kreative Vordenkerin. Sie stellt die Dinge immer wieder in Frage und legt dazu – wenn nötig – auch mal den Finger in die Wunde. Stillstand ist ein Fremdwort für sie. Man kann so viel von ihr lernen.

Hat sich deine Arbeit im Laufe der Jahre denn verändert?
Klar, die hat sich total verändert! Früher waren wir eine Anzeigenabteilung, die klassische Angebote mit den Anzeigenpreisen unserer Magazine verschickt hat. Irgendwann kamen dann Websites und damit digitale Werbemittel hinzu. Da war die Welt noch in Ordnung (lacht). Heute gibt es eine Vielzahl an Produkten, die wir hier im Team vermarkten. Im Mittelpunkt stehen Magazin und Website. Drumherum gibt es aber noch viele Social-Media-Kanäle, Sonderhefte und Events. Alles ist deutlich komplexer geworden. Mir persönlich macht der Job dadurch aber auch jedes Jahr mehr Spaß.

Hört sich an, als wärst du wunschlos glücklich. Oder gibt es vielleicht doch ein Projekt, dass du gern noch umsetzen würdest?
Na klar, ich sehe da noch so viel Potenzial! Ich möchte mich noch weiter darauf konzentrieren, unsere Marken zu ganzen Markenwelten auszubauen. Wir sollten ihre ikonische Kraft noch mehr nutzen, um auch in ganz anderen Geschäftsfeldern erfolgreich zu sein. Ein Beispiel von GQ ist die GQ Bar in Berlin. Vielleicht kommen wir aber auch bald mit einer limitierten VOGUE-Kollektion um die Ecke. Oder wir vermarkten Apartments, die von den Interior-Experten von AD eingerichtet wurden. Toll wäre, wenn Leute in Zukunft bei den Begriffen „VOGUE“ oder „AD“ zwar in erster Linie an das Magazin, aber auch an eine ganze Markenwelt denken“.

Na da bin ich mal gespannt. Viel Erfolg dabei!
Ja, man darf gespannt sein. Vielen Dank!

Kathrin Ölscher
Senior Marketing Manager GLAMOUR
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Kathrin Ölscher

Senior Marketing Manager GLAMOUR

Helfen Sie uns: Was treibt so ein Marketing Manager eigentlich den ganzen Tag?
Als Marketing Manager bin ich für die Werbung für GLAMOUR zuständig. Im Team entwickeln wir kreative Marketing-Maßnahmen  – im klassischen Marketing etwa Anzeigenmotive, TV-Spots oder überlegen uns kreative Werbeaktionen bis hin zu Guerilla-Maßnahmen – mit dem Ziel, das Markenimage zu festigen, die Marke noch bekannter zu machen und sie positiv von der Konkurrenz abzuheben. Letztlich soll alles, was wir tun die Auflage und die Reichweite durch imagefördernde Maßnahmen unterstützen und den sehr hohen Qualitätsanspruch der Marke wahren. Wir versuchen, die Arbeit der Redaktion mit der passenden Ansprache und den richtigen Mitteln in die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei reicht es nicht, in einzelnen Medienkanälen zu denken, sondern uns geht es um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR.

Dazu gehören klassische Kampagnen?
Neben der klassischen Mediaklaviatur wie Print, TV und Online probieren wir auch neue, digitale Werbeformen sowie Kooperationen aus. Ein wichtiger Teil sind auch Events und Aktionen, die wir entweder selbst oder im Rahmen von Partnerschaften wie z.B. Shop-Events veranstalten. Damit machen wir die 360 Grad erlebbar.

Dann gehe ich mal davon aus, dass Ihre Stärke die Kommunikation ist?
Könnte man so sagen. Wir sind mit den unterschiedlichsten Stellen hier im Haus und auch extern – mit Event- und Kreativagenturen – im ständigen Austausch.

Im Klartext: Sie müssen sehr viel reden.

Es hilft schon, wenn man gern mit Leuten spricht, das stimmt.

Wie lernt man Ihren Beruf? Oder besser: Kann man den lernen, gibt’s einen Königsweg?
Nach dem Abitur habe ich zuerst eine Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien gemacht, war also eher im kreativen, grafischen Bereich unterwegs.

Mit welcher Motivation haben Sie das gemacht?
Ich würde sagen: Aus einem generellen Interesse an Werbung und an speziellen Fragen, die sich daraus ergeben – etwa wie Schrift in Kombination mit einem Bild wirkt, mit welchen Mitteln man ein bestimmtes Image transportiert, so etwas.

Verstehe. Ist aber jetzt nicht ganz genau das, was Sie heute machen, oder?
Nein, das ist richtig. Ich habe gemerkt, dass mir der rein ausführende Part nicht genügte...

Sie wollten selber entwickeln, was da im Einzelnen ausgeführt wird?
Genau. (Lacht) Mir liegt das konzeptionelle Arbeiten mehr.

Wie haben Sie den Richtungswechsel dann geschafft?
Ganz klassisch: Ich habe nach der Ausbildung ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Medienwirtschaft in Köln absolviert mit einer Diplomarbeit über Markenführung: Wie muss der Kern einer Marke definiert sein, damit nach außen hin ein bestimmtes Image entsteht.

Klingt kompliziert.
Ist es auch oft, aber ich habe das Glück, bei Condé Nast mit Medienprodukten zu arbeiten, die einen starken und einzigartigen Markenkern haben. Nehmen Sie GLAMOUR: Die Marke steht für Fashion und Beauty auf höchstem Niveau und verbindet Luxus und Mass-Market perfekt.

Mit Aktionen wie der GLAMOUR Shopping-Week wird die Marke zusätzlich auf anderen Ebenen erlebbar gemacht. Als eine der größten Einzelhandelskooperationen im deutschsprachigen Raum bietet GLAMOUR entsprechenden Partnern eine Plattform, um exklusive Shopping-Angebote den Leserinnen zur Verfügung zu stellen. Bei den Leserinnen wie auch den Kooperationspartnern ist die Shopping-Week zweimal im Jahr eine fest eingeplante Instanz. Damit wurde eine Aktion ins Leben gerufen, von der viele andere Medienhäuser sich fragen: Wow, wie haben die das geschafft?

Und, wie hat man das geschafft?
Na ja. Condé Nast hat sehr unterschiedlich positionierte Marken – mit einer grundlegenden Gemeinsamkeit: Sie haben alle einen hohen Anspruch und garantieren eine bestimmte Qualität. So ist der Name Condé Nast ein Gütesiegel, und das kann ich sagen, gerade weil ich noch nicht so lange hier arbeite und das über einen großen Zeitraum eher von außen so wahrgenommen habe. Als Mitarbeiterin in anderen Verlagen.

Ihre größte Herausforderung?
Die ergibt sich aus dem Erfolg von GLAMOUR. Wir reden hier über eine starke Marke, die den perfekten Spagat zwischen Luxus und breiter Popularität schafft. Im Marketing müssen wir darauf achten, dass beide Komponenten sich die Waage halten und dass wir nicht mehr nach Kanälen unterscheiden, sondern nur noch in Marken denken.

Würden Sie sagen, dass die Lust am Shopping eine Grundvoraussetzung für eine zukünftige Marketing Managerin bei GLAMOUR ist?
Klar, man muss seine Zielgruppe ja kennen. (Lacht) Nein, ernsthaft: Natürlich sollte man Interesse für Werbung, Trends und Kreativität mitbringen. Und ein Gefühl für ästhetische Gestaltung wäre auch nicht schlecht. Ein klassisches BWL-Studium mit einem Marketing-Schwerpunkt hilft natürlich auch.