Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Unser Verlagsstandort bietet ein großzügiges, schönes Arbeitsumfeld im Herzen Münchens mit perfekter Verkehrsanbindung, modernster Technik und sehr gut ausgestatteten Arbeitsplätzen.

Erfahren Sie hier mehr über das Arbeiten bei Condé Nast und lernen Sie Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen kennen, die über ihren Joballtag und ihren Werdegang berichten. 

 

Digitalbereiche / Technologie

Die Digitalisierung und der technologische Wandel machen die Medienbranche zu einem der spannendsten und dynamischsten Umfelder für Digital- und Tech-Experten. Unsere Digital-Teams arbeiten eng verzahnt mit den Digital-Redaktionen und stehen im engen Austausch mit den zentralen Digital-Units von Condé Nast International in London. Die Developer arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Websites und Apps und programmieren innovative Produkte und Services wie die GLAMOUR Shopping-App oder Vogue Mail. Andere Teams in diesem Bereich sind für das Produkt-Management zuständig oder spezialisiert auf Datenanalyse und Audience Development.

Sabrina Netzer
Director Digital Sales Strategy & Ad Operations
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Sabrina Netzer - Director Digital Sales Strategy & Ad Operations

"Jeden Tag ein Tausender-Puzzle..."

Meine Güte, man kann ja Ihren Titel kaum aussprechen, wie soll man da erschließen, was Sie tun...?
(Lacht) Ich erklär es Ihnen: Ich habe als Ad-Managerin hier angefangen, was heißt, dass ich mich um die technische Umsetzung der Online-Werbekampagnen gekümmert habe, die Kunden auf unseren Websites und Apps buchen... Meine Leidenschaft ist die Technik, ich bin jemand, der sich reinfuchst in die kompliziertesten Dinge.

Sie machen mir Angst...
Jaja, ich bin eigentlich schon fast ein Technik-Nerd. Seit ich die Leitung des Teams übernommen habe, kümmere ich mich darüber hinaus auch um alles, was mit der Werbeaussteuerung zu tun hat. Also wenn wir zum Beispiel Banner oder Sondernewsletter verkaufen, kümmern wir uns darum, dass das auch technisch alles richtig auf den Websites angezeigt wird.

Sie haben vermutlich Informatik studiert?
(Lacht laut) Nein. Ich bin Autodidaktin und sehr vielseitig interessiert... Alles, worauf ich Lust habe und was mich interessiert, versuche ich zu lernen, so geht’s schon mal los.

Alles aus dem technischen Bereich, nehme ich an?
Nein, das kann wirklich alles sein. Technik klar, aber auch Sport, und ich stricke viel, ich häkle, ich nähe mittlerweile. Mode ist auch mein Hobby.

Das heißt, Sie haben keine formale Ausbildung?
Na ja, ich habe Abitur gemacht und wollte dann Sport studieren, als ehemalige Karate-Leistungssportlerin hätte ich aber nicht damit gerechnet, dass ich die Aufnahmeprüfung versemmle... Dann habe ich erst mal einige Praktika gemacht, bei Eurosport zum Beispiel in der PR-Abteilung.

Dann waren Sie ja gleich in der Medienbranche...
Moment – erst mal bin ich bei Sport Scheck für eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau gelandet und hab dann später neben einem Vollzeitjob ein BWL- und Sportmanagementstudium in sechs Semestern durchgezogen. Ich war in der Zeit auch noch bei Eurosport als Volunteer bei der Fußball-WM beschäftigt, das war wohl mein härtestes Jahr. Vier Jobs gleichzeitig, das war anstrengend...

Aber es fehlt da immer noch die Verbindung zu Ihrer aktuellen Jobbeschreibung...
Irgendwann wollte ich eine eigene Website programmieren, für den Sportverein von meinem Vater, und da habe ich mir ein Buch gekauft und es gelernt, ich bin ja, wie gesagt, eher autodidaktisch veranlagt... Danach wusste ich, dass ich zwar wieder was im Medienbereich machen wollte, aber eben am liebsten in der digitalen Technik online. Schließlich landete ich bei ProSieben.de im Ad-Management, für das es damals erst wenige Leute gab.

Verstehe...
Ich bin kein Mensch, der Routine mag. Ich liebe Probleme, das sind für mich immer neue Herausforderungen. Da kann ich mich reinfuchsen, das ist meine Welt...

Und neue Herausforderungen gibt’s hier im Verlag in Ihrer Abteilung täglich...
Na klar. Ich liebe meinen Job, weil man sich im Digitalen hier jeden Tag neu beweisen, neu erfinden muss. Im Digitalen entwickelt sich alles so schnell weiter, also machen wir ständig Pionierarbeit. Gerade im Ad-Management sind wir gefragt, neue technische Herausforderungen – und die gibt es, weil immer neue Werbeformen entwickelt werden – sofort zu lösen.

Was für Herausforderungen sind das denn so konkret?
Bei Condé Nast haben wir einen sehr hohen Anspruch an Werbung auf unseren Websites. Zum einen muss sie sich optisch hochwertig in das Layout der Seiten einfügen, zum anderen müssen natürlich auch die Kundenwünsche optimal erfüllt werden – alles unsere Baustellen. Es ist sehr diffizil. Ich sage immer, meine Arbeit ist wie jeden Tag ein Tausender-Puzzle machen!

Was raten Sie denn jungen Menschen, die sich für so eine Arbeit wie die Ihre interessieren?
Ich würde sagen: Für Leute, die Veränderungen nicht mögen, ist das nix. Gelassenheit gehört dazu, aber auch eine Portion Ehrgeiz, wer Routine im Job haben will, ist hier fehl am Platz.

Sollten es Digital Natives sein?
Er oder sie sollte schon Spaß am digitalen Leben haben und sich auskennen, klar – und zahlenaffin zu sein ist sicher auch nicht verkehrt.

Markus Uhl
Lead Data Scientist
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Markus Uhl - Lead Data Scientist

"Wir sind hier an der vordersten Front des technisch Machbaren."

Kristin Mehner
Entrepreneur in Residence
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Kristin Mehner - Entrepreneur in Residence

"Oft gilt: einfach mal machen und gucken, was dabei rauskommt."

Entrepreneur in Residence – das klingt nach einem spannenden Job. Was verbirgt sich dahinter?
Der Titel soll aussagen, dass ich mich selbst als Unternehmerin im Unternehmen verstehe. Sprich: Ich beschäftige mich mit neuen Geschäftsmodellen in einem bestehenden Unternehmen. Bei Condé Nast geht es darum, neue Erlösmodelle zu entwickeln – und zwar im digitalen Umfeld. Als Entrepreneur in Residence lote ich aus, wo es im Verlag Potenziale dafür gibt. Eigentlich setze ich mich markenübergreifend mit Innovationsthemen auseinander. Aktuell befasse ich mich aber hauptsächlich mit der GLAMOUR App und den E-Commerce-Konzepten, die sich daraus für die Marke entwickeln lassen.

Das hört sich ja nach einem abwechslungsreichen Job an…
Ja, er ist wirklich sehr vielfältig. Auch wenn ich mich vor allem auf die GLAMOUR App fokussiere, kann man dieses Projekt wie ein eigenes Start-up sehen. Es gibt ganz viele Themen, um die ich mich kümmern muss: Ich habe ein Budget, mit dem ich wirtschaften muss, stimme mich mit Anwälten zum Thema Datenschutz ab, schreibe Konzepte und erstelle Layouts, gebe Ideen an Entwickler und Agenturen zur technischen Umsetzung weiter, teste Prototypen und arbeite auch an den Marketingplänen für unsere Produkte mit.

Nicht schlecht! Was muss man dafür können?
Also, man sollte eher Generalist sein als Spezialist. Ich bin es zumindest. Ich habe Wirtschaft studiert und bin dann so in das Internet hineingerutscht (lacht). Soll heißen, ich habe mir über die Zeit viel Wissen über Onlinemarketing oder auch Webentwicklung und -design angeeignet. Auch ist es hilfreich, wenn man Organisationstalent mitbringt und den Willen, dazuzulernen. Und man sollte sich auch mal etwas trauen. In meinem Job bin ich in einer Experimentierrolle. Oft gilt: einfach mal machen und gucken, was dabei rauskommt.

Ganz so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Habt ihr nicht auch bewährte Methoden oder Tools, um App & Co. weiterzuentwickeln?
Wenn es um Ideenfindung oder ein neues Konzept geht, dann setzen wir im Team meist auf Design Thinking als Innovationsmethodik. Dieser Ansatz fokussiert sich sehr auf den Konsumenten und seine Bedürfnisse. Man fragt sich: Was hat der Konsument für Wünsche und wie können wir diesen begegnen? Design Thinking bündelt verschiedene Methoden, um diese Fragen zu beantworten: von Interviews mit Nutzern bis hin zu Workshops. Man sammelt Ideen zur Problemlösung und priorisiert sie. Dann trifft man eine Auswahl, aus denen man erste Prototypen baut. Es ist eine tolle Herangehensweise, um das Team kreativ werden zu lassen.

Apropos Team: App-Development klingt ja nach einem eher männerdominierten Feld…
Wenn es wirklich um die reine Softwareentwicklung geht, habe ich tatsächlich nur mit Männern zu tun. Da prallen oft Welten aufeinander. Die Entwickler haben schon ihre ganz eigene Sprache, die man kaum versteht. Da muss ich mich manchmal etwas annähern. Es entdecken aber auch immer mehr Frauen diesen Bereich für sich. Das sieht man bei Veranstaltungen und auch an den vielen Digital-Initiativen.

Und wie setzt sich dein Team sonst zusammen?
Meine Rolle ist im Organigramm zwar im Digitalbereich angesiedelt, gehört aber zu keinem Team. Ich bin also eher auf mich allein gestellt, was manchmal eine Herausforderung ist. Dafür kann ich meine Aufgaben selbst definieren, da habe ich viel Freiheit. Zu den Personen, mit denen ich aber regelmäßig zusammenarbeite, gehören unsere beiden Digitalchefs. Außerdem tausche ich mich häufig mit Projektmanagern im Haus sowie mit Agenturen aus. Und wenn es um das Thema GLAMOUR Shopping Week geht, gibt es natürlich einen engen Austausch mit der Marketing-Abteilung von GLAMOUR.

Stimmt, am Erfolg der GLAMOUR Shopping Week bist du mit der App ja auch beteiligt. Mit jeder Aktionswoche steigen die Zahl der teilnehmenden Shops und auch die der Shopping-Card-Nutzer an. Ist da überhaupt noch Luft nach oben?
Also Ziele kann man ja immer höher setzen (lacht). Wir glauben, dass noch viele Mode- und Shopping-Begeisterte da draußen sind, die wir mit dem Thema noch nicht erreicht haben. So wie wir die GLAMOUR Shopping-Week-Rabatte inzwischen auch für Männer anbieten, lassen sich noch weitere Zielgruppen erschließen. Da spielen zum Beispiel ländliche Gegenden eine große Rolle. Abseits der Großstädte gibt es ja meist nur online die Chance, teilzunehmen. Hier gibt es meiner Meinung nach noch ganz viel Potenzial nach oben.

Nun ist Condé Nast ja vor allem für die Print-Magazine bekannt. Blätterst du auch mal oder klickst du nur?
Ich genieße es schon, immer wieder mal vom Bildschirm wegzukommen. Wenn ich nicht am Laptop bin, dann am Handy oder Tablet. Das ist für mich oft auch zu viel des Guten. Dann lese ich gerne auch mal ein physisches Buch oder eine unserer Zeitschriften. Ich mag – wen überrascht es - vor allem unser Innovationsmagazin WIRED (lacht).

Gibt es etwas, dass dir an der Arbeit bei Condé Nast besonders gut gefällt?
Jeder hat hier ein besonderes Verständnis für Qualität. Und zwar sowohl was das Design als auch die Inhalte betrifft. Damit werden gewisse Maßstäbe gesetzt, die einen täglich herausfordern. Außerdem hat das Haus sehr starke Marken, die es über Jahrzehnte aufgebaut hat und die sehr gut positioniert sind. Das gibt einem die Möglichkeit, sich bei der Arbeit auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Na dann weiterhin viel Spaß und Erfolg dabei!
Vielen Dank.

Gert Kauntz
Chief Creative Technologist
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Gert Kauntz - Chief Creative Technologist

"Ich habe im Verlag noch niemanden getroffen, der nicht für Digitalthemen aufgeschlossen ist"

Du bist Chief Creative Technologist – hört sich fast so an, als würdest du ein Grafik- oder Designteam leiten. Was verbirgt sich hinter dem Titel?
Meine Rolle hat tatsächlich einen starken kreativen Aspekt. Zwar steht das Technische im Vordergrund, aber wir befassen uns im Team auch viel mit den Themen Produkt-Konzeption und -Design. Schnelligkeit und Innovationen spielen im Digitalen eine große Rolle, dafür ist oft Kreativität gefragt. Das technische Know-how braucht man, um neue Ideen auch umsetzen zu können.

Was für Aufgaben gehören bei euch zum „daily business“?
Dadurch, dass wir als zentrales Team digitale Produkte für alle Condé-Nast-Marken entwickeln, sind wir in viele Themen involviert. Eine meiner wichtigsten Aufgaben ist es, die Projekte und Timelines meines Teams im Auge zu behalten: Wo stehen wir gerade? Wie kann ich unterstützen, wenn irgendwo Not am Mann ist? Wie verteilen wir die Ressourcen? Zusammen mit unserem Audience Development Team überlege ich: Wie können wir mehr Traffic auf unsere Webseiten bringen? Welche neuen Möglichkeiten oder Technologien könnten wir für die Marken nutzen? Sprachassistenten wie Amazon Alexa zum Beispiel…

Und ganz nebenbei bloggt ihr noch? Stichwort: Condé Nast Tech Blog…
Ja tatsächlich. Den Tech Blog haben wir ins Leben gerufen, um dem Team die Möglichkeit zu geben, Erfolge, aber auch knifflige Probleme aus ihrem Arbeitsalltag mit anderen Tech-Experten zu teilen. So kann man sich auch mal mit Entwicklern außerhalb von Condé Nast austauschen. Als wir uns zum Beispiel das erste Mal mit AMP (Accelerated Mobile Pages) von Google beschäftigt haben, konnten wir dort unsere Erfahrungen teilen: Wie sind wir das Thema angegangen? Was lief gut, was nicht? Leider kommen wir im Arbeitsalltag selten dazu, einen Beitrag zu verfassen. Aber es ist ein spannendes Nebenbei-Projekt und auch eine Tech-Spielwiese für uns. Zum Beispiel für unser CMS-System oder neue Quiz-Tools.

Apropos Spielwiese: Wenn dein Team eine Fußballmannschaft wäre, was wäre deine Position?
Wahrscheinlich die des Torwarts. Ich halte meinem Team den Rücken frei, den Kasten sauber und treibe sie – wenn es sein muss – auch hin und wieder etwas an (lacht).

Was war denn bisher dein absolutes Lieblingsprojekt?
Oh, auf jeden Fall VOGUEmail – das ist mein Herzensprojekt. Ob Yahoo, GMX, Web.de oder Gmail – alle Web-Clients sind unglaublich unemotional. Das hat mich schon immer gestört. Die überbieten sich an Funktionalitäten und Speicherplatz. Aber was sie nicht können: Spaß machen. Das wollte ich ändern. Mit VOGUEmail haben wir dann einen schönen Web-Client entwickelt, der auf Frauen mit Stil ausgerichtet ist. Es war eine etwas verrückte Idee. Soweit ich weiß, hat kein anderer Verlag jemals auf Basis einer seiner Marken einen Freemail-Service auf die Beine gestellt. Ich bin sehr dankbar, dass man hier die Freiheit hat, auch solchen Ideen nachzugehen, wenn sie Potenzial haben. Das ist nicht selbstverständlich.

Wie viel Fashion- und Beauty-Know-how brauchst du eigentlich, um bei solchen Themen mit den Redaktionen mithalten zu können?
Also ich bin definitiv kein Fashion- und Beauty-Experte (lacht). Aber es ist schon so, dass man hier und da nach und nach die Basics aufschnappt. Plötzlich weiß auch ich, was der Unterschied zwischen Ombré- und Balayage-Haaren ist – auch, wenn Hair-Styling nicht wirklich das Interessensgebiet von mir und meinem Team ist (lacht). Wichtig ist aber, dass wir ein gutes Gespür für die individuelle Ästhetik unserer Marken haben, weil das für das Interface-Design unserer Digital-Produkte von großer Bedeutung ist.

Was muss man denn mitbringen, um Teil deines Teams zu werden?
Für mich ist Motivation und die richtige innere Einstellung besonders wichtig – viel wichtiger als die offensichtliche Qualifikation und Berufserfahrung. Es kann auch jemand sein, der erst seit einem Jahr im Tech-Business ist, aber eben Lust auf neue Technologien und die eigene Weiterentwicklung hat. Dass zum Beispiel auch der klassische PHP-Entwickler außerhalb der Kerntechnologie mal versucht, einen Skill für Amazon Alexa zu entwickeln oder bei der Entwicklung von neuen Features für die GLAMOUR App mitmacht. Und ich suche Leute, die gerne aktiv mitdenken, vor allem wie man von technischer Seite aus das ganze Publishing Business weiterentwickeln kann. Dafür sollte man auch mal etwas wagen.

Als du damals hier angefangen hast: Was war die größte Umstellung für dich?
Vor Condé Nast habe ich in einer reinen Internetfirma und davor bei einem Online-Nachrichtenportal gearbeitet. Hier im Verlag musste ich mich zunächst daran gewöhnen, eine Art Berater-Rolle einzunehmen, um zum Beispiel bei den Print-Kollegen Verständnis und digitales Know-how aufzubauen. Was mich dabei bis heute begeistert: Noch habe ich niemanden im Verlag getroffen, der dafür nicht aufgeschlossen ist. Alle Kollegen stehen Digitaltrends und neuen Entwicklungen offen gegenüber. Auch den Print-Kollegen ist bewusst, dass Digital nicht mehr nur ein Anhängsel ist und hier im Verlag nun eine große Rolle spielt.

Was sollten wir sonst noch über dich und dein Team wissen: Gibt es Anekdoten oder Rituale?
Kennst du unser Freitags-Ritual? Da starten wir ab 17 Uhr mit einem Bierchen ins Wochenende. Wir treffen uns auf der Couch, trinken, reden und lassen die Woche gemeinsam ausklingen. Bei schönem Wetter auch oft auf der Dachterrasse. Da kann übrigens jeder aus dem Haus gerne vorbeischauen…

Vielen Dank, ich komme vorbei…
Wunderbar. Danke auch und bis dann!

Kristin Mehner
Entrepreneur in Residence
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Kristin Mehner

Entrepreneur in Residence

Entrepreneur in Residence – das klingt nach einem spannenden Job. Was verbirgt sich dahinter?
Der Titel soll aussagen, dass ich mich selbst als Unternehmerin im Unternehmen verstehe. Sprich: Ich beschäftige mich mit neuen Geschäftsmodellen in einem bestehenden Unternehmen. Bei Condé Nast geht es darum, neue Erlösmodelle zu entwickeln – und zwar im digitalen Umfeld. Als Entrepreneur in Residence lote ich aus, wo es im Verlag Potenziale dafür gibt. Eigentlich setze ich mich markenübergreifend mit Innovationsthemen auseinander. Aktuell befasse ich mich aber hauptsächlich mit der GLAMOUR App und den E-Commerce-Konzepten, die sich daraus für die Marke entwickeln lassen.

Das hört sich ja nach einem abwechslungsreichen Job an…
Ja, er ist wirklich sehr vielfältig. Auch wenn ich mich vor allem auf die GLAMOUR App fokussiere, kann man dieses Projekt wie ein eigenes Start-up sehen. Es gibt ganz viele Themen, um die ich mich kümmern muss: Ich habe ein Budget, mit dem ich wirtschaften muss, stimme mich mit Anwälten zum Thema Datenschutz ab, schreibe Konzepte und erstelle Layouts, gebe Ideen an Entwickler und Agenturen zur technischen Umsetzung weiter, teste Prototypen und arbeite auch an den Marketingplänen für unsere Produkte mit.

Nicht schlecht! Was muss man dafür können?
Also, man sollte eher Generalist sein als Spezialist. Ich bin es zumindest. Ich habe Wirtschaft studiert und bin dann so in das Internet hineingerutscht (lacht). Soll heißen, ich habe mir über die Zeit viel Wissen über Onlinemarketing oder auch Webentwicklung und -design angeeignet. Auch ist es hilfreich, wenn man Organisationstalent mitbringt und den Willen, dazuzulernen. Und man sollte sich auch mal etwas trauen. In meinem Job bin ich in einer Experimentierrolle. Oft gilt: einfach mal machen und gucken, was dabei rauskommt.

Ganz so einfach ist es wahrscheinlich nicht. Habt ihr nicht auch bewährte Methoden oder Tools, um App & Co. weiterzuentwickeln?
Wenn es um Ideenfindung oder ein neues Konzept geht, dann setzen wir im Team meist auf Design Thinking als Innovationsmethodik. Dieser Ansatz fokussiert sich sehr auf den Konsumenten und seine Bedürfnisse. Man fragt sich: Was hat der Konsument für Wünsche und wie können wir diesen begegnen? Design Thinking bündelt verschiedene Methoden, um diese Fragen zu beantworten: von Interviews mit Nutzern bis hin zu Workshops. Man sammelt Ideen zur Problemlösung und priorisiert sie. Dann trifft man eine Auswahl, aus denen man erste Prototypen baut. Es ist eine tolle Herangehensweise, um das Team kreativ werden zu lassen.

Apropos Team: App-Development klingt ja nach einem eher männerdominierten Feld…
Wenn es wirklich um die reine Softwareentwicklung geht, habe ich tatsächlich nur mit Männern zu tun. Da prallen oft Welten aufeinander. Die Entwickler haben schon ihre ganz eigene Sprache, die man kaum versteht. Da muss ich mich manchmal etwas annähern. Es entdecken aber auch immer mehr Frauen diesen Bereich für sich. Das sieht man bei Veranstaltungen und auch an den vielen Digital-Initiativen.

Und wie setzt sich dein Team sonst zusammen?
Meine Rolle ist im Organigramm zwar im Digitalbereich angesiedelt, gehört aber zu keinem Team. Ich bin also eher auf mich allein gestellt, was manchmal eine Herausforderung ist. Dafür kann ich meine Aufgaben selbst definieren, da habe ich viel Freiheit. Zu den Personen, mit denen ich aber regelmäßig zusammenarbeite, gehören unsere beiden Digitalchefs. Außerdem tausche ich mich häufig mit Projektmanagern im Haus sowie mit Agenturen aus. Und wenn es um das Thema GLAMOUR Shopping Week geht, gibt es natürlich einen engen Austausch mit der Marketing-Abteilung von GLAMOUR.

Stimmt, am Erfolg der GLAMOUR Shopping Week bist du mit der App ja auch beteiligt. Mit jeder Aktionswoche steigen die Zahl der teilnehmenden Shops und auch die der Shopping-Card-Nutzer an. Ist da überhaupt noch Luft nach oben?
Also Ziele kann man ja immer höher setzen (lacht). Wir glauben, dass noch viele Mode- und Shopping-Begeisterte da draußen sind, die wir mit dem Thema noch nicht erreicht haben. So wie wir die GLAMOUR Shopping-Week-Rabatte inzwischen auch für Männer anbieten, lassen sich noch weitere Zielgruppen erschließen. Da spielen zum Beispiel ländliche Gegenden eine große Rolle. Abseits der Großstädte gibt es ja meist nur online die Chance, teilzunehmen. Hier gibt es meiner Meinung nach noch ganz viel Potenzial nach oben.

Nun ist Condé Nast ja vor allem für die Print-Magazine bekannt. Blätterst du auch mal oder klickst du nur?
Ich genieße es schon, immer wieder mal vom Bildschirm wegzukommen. Wenn ich nicht am Laptop bin, dann am Handy oder Tablet. Das ist für mich oft auch zu viel des Guten. Dann lese ich gerne auch mal ein physisches Buch oder eine unserer Zeitschriften. Ich mag – wen überrascht es - vor allem unser Innovationsmagazin WIRED (lacht).

Gibt es etwas, dass dir an der Arbeit bei Condé Nast besonders gut gefällt?
Jeder hat hier ein besonderes Verständnis für Qualität. Und zwar sowohl was das Design als auch die Inhalte betrifft. Damit werden gewisse Maßstäbe gesetzt, die einen täglich herausfordern. Außerdem hat das Haus sehr starke Marken, die es über Jahrzehnte aufgebaut hat und die sehr gut positioniert sind. Das gibt einem die Möglichkeit, sich bei der Arbeit auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Na dann weiterhin viel Spaß und Erfolg dabei!
Vielen Dank.

Gert Kauntz
Chief Creative Technologist
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Gert Kauntz

Chief Creative Technologist

Du bist Chief Creative Technologist – hört sich fast so an, als würdest du ein Grafik- oder Designteam leiten. Was verbirgt sich hinter dem Titel?
Meine Rolle hat tatsächlich einen starken kreativen Aspekt. Zwar steht das Technische im Vordergrund, aber wir befassen uns im Team auch viel mit den Themen Produkt-Konzeption und -Design. Schnelligkeit und Innovationen spielen im Digitalen eine große Rolle, dafür ist oft Kreativität gefragt. Das technische Know-how braucht man, um neue Ideen auch umsetzen zu können.

Was für Aufgaben gehören bei euch zum „daily business“?
Dadurch, dass wir als zentrales Team digitale Produkte für alle Condé-Nast-Marken entwickeln, sind wir in viele Themen involviert. Eine meiner wichtigsten Aufgaben ist es, die Projekte und Timelines meines Teams im Auge zu behalten: Wo stehen wir gerade? Wie kann ich unterstützen, wenn irgendwo Not am Mann ist? Wie verteilen wir die Ressourcen? Zusammen mit unserem Audience Development Team überlege ich: Wie können wir mehr Traffic auf unsere Webseiten bringen? Welche neuen Möglichkeiten oder Technologien könnten wir für die Marken nutzen? Sprachassistenten wie Amazon Alexa zum Beispiel…

Und ganz nebenbei bloggt ihr noch? Stichwort: Condé Nast Tech Blog…
Ja tatsächlich. Den Tech Blog haben wir ins Leben gerufen, um dem Team die Möglichkeit zu geben, Erfolge, aber auch knifflige Probleme aus ihrem Arbeitsalltag mit anderen Tech-Experten zu teilen. So kann man sich auch mal mit Entwicklern außerhalb von Condé Nast austauschen. Als wir uns zum Beispiel das erste Mal mit AMP (Accelerated Mobile Pages) von Google beschäftigt haben, konnten wir dort unsere Erfahrungen teilen: Wie sind wir das Thema angegangen? Was lief gut, was nicht? Leider kommen wir im Arbeitsalltag selten dazu, einen Beitrag zu verfassen. Aber es ist ein spannendes Nebenbei-Projekt und auch eine Tech-Spielwiese für uns. Zum Beispiel für unser CMS-System oder neue Quiz-Tools.

Apropos Spielwiese: Wenn dein Team eine Fußballmannschaft wäre, was wäre deine Position?
Wahrscheinlich die des Torwarts. Ich halte meinem Team den Rücken frei, den Kasten sauber und treibe sie – wenn es sein muss – auch hin und wieder etwas an (lacht).

Was war denn bisher dein absolutes Lieblingsprojekt?
Oh, auf jeden Fall VOGUEmail – das ist mein Herzensprojekt. Ob Yahoo, GMX, Web.de oder Gmail – alle Web-Clients sind unglaublich unemotional. Das hat mich schon immer gestört. Die überbieten sich an Funktionalitäten und Speicherplatz. Aber was sie nicht können: Spaß machen. Das wollte ich ändern. Mit VOGUEmail haben wir dann einen schönen Web-Client entwickelt, der auf Frauen mit Stil ausgerichtet ist. Es war eine etwas verrückte Idee. Soweit ich weiß, hat kein anderer Verlag jemals auf Basis einer seiner Marken einen Freemail-Service auf die Beine gestellt. Ich bin sehr dankbar, dass man hier die Freiheit hat, auch solchen Ideen nachzugehen, wenn sie Potenzial haben. Das ist nicht selbstverständlich.

Wie viel Fashion- und Beauty-Know-how brauchst du eigentlich, um bei solchen Themen mit den Redaktionen mithalten zu können?
Also ich bin definitiv kein Fashion- und Beauty-Experte (lacht). Aber es ist schon so, dass man hier und da nach und nach die Basics aufschnappt. Plötzlich weiß auch ich, was der Unterschied zwischen Ombré- und Balayage-Haaren ist – auch, wenn Hair-Styling nicht wirklich das Interessensgebiet von mir und meinem Team ist (lacht). Wichtig ist aber, dass wir ein gutes Gespür für die individuelle Ästhetik unserer Marken haben, weil das für das Interface-Design unserer Digital-Produkte von großer Bedeutung ist.

Was muss man denn mitbringen, um Teil deines Teams zu werden?
Für mich ist Motivation und die richtige innere Einstellung besonders wichtig – viel wichtiger als die offensichtliche Qualifikation und Berufserfahrung. Es kann auch jemand sein, der erst seit einem Jahr im Tech-Business ist, aber eben Lust auf neue Technologien und die eigene Weiterentwicklung hat. Dass zum Beispiel auch der klassische PHP-Entwickler außerhalb der Kerntechnologie mal versucht, einen Skill für Amazon Alexa zu entwickeln oder bei der Entwicklung von neuen Features für die GLAMOUR App mitmacht. Und ich suche Leute, die gerne aktiv mitdenken, vor allem wie man von technischer Seite aus das ganze Publishing Business weiterentwickeln kann. Dafür sollte man auch mal etwas wagen.

Als du damals hier angefangen hast: Was war die größte Umstellung für dich?
Vor Condé Nast habe ich in einer reinen Internetfirma und davor bei einem Online-Nachrichtenportal gearbeitet. Hier im Verlag musste ich mich zunächst daran gewöhnen, eine Art Berater-Rolle einzunehmen, um zum Beispiel bei den Print-Kollegen Verständnis und digitales Know-how aufzubauen. Was mich dabei bis heute begeistert: Noch habe ich niemanden im Verlag getroffen, der dafür nicht aufgeschlossen ist. Alle Kollegen stehen Digitaltrends und neuen Entwicklungen offen gegenüber. Auch den Print-Kollegen ist bewusst, dass Digital nicht mehr nur ein Anhängsel ist und hier im Verlag nun eine große Rolle spielt.

Was sollten wir sonst noch über dich und dein Team wissen: Gibt es Anekdoten oder Rituale?
Kennst du unser Freitags-Ritual? Da starten wir ab 17 Uhr mit einem Bierchen ins Wochenende. Wir treffen uns auf der Couch, trinken, reden und lassen die Woche gemeinsam ausklingen. Bei schönem Wetter auch oft auf der Dachterrasse. Da kann übrigens jeder aus dem Haus gerne vorbeischauen…

Vielen Dank, ich komme vorbei…
Wunderbar. Danke auch und bis dann!

Markus Uhl
Lead Data Scientist
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Markus Uhl

Lead Data Scientist

Sabrina Netzer
Director Digital Sales Strategy & Ad Operations
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Sabrina Netzer

Director Digital Sales Strategy & Ad Operations

Meine Güte, man kann ja Ihren Titel kaum aussprechen, wie soll man da erschließen, was Sie tun...?
(Lacht) Ich erklär es Ihnen: Ich habe als Ad-Managerin hier angefangen, was heißt, dass ich mich um die technische Umsetzung der Online-Werbekampagnen gekümmert habe, die Kunden auf unseren Websites und Apps buchen... Meine Leidenschaft ist die Technik, ich bin jemand, der sich reinfuchst in die kompliziertesten Dinge.

Sie machen mir Angst...
Jaja, ich bin eigentlich schon fast ein Technik-Nerd. Seit ich die Leitung des Teams übernommen habe, kümmere ich mich darüber hinaus auch um alles, was mit der Werbeaussteuerung zu tun hat. Also wenn wir zum Beispiel Banner oder Sondernewsletter verkaufen, kümmern wir uns darum, dass das auch technisch alles richtig auf den Websites angezeigt wird.

Sie haben vermutlich Informatik studiert?
(Lacht laut) Nein. Ich bin Autodidaktin und sehr vielseitig interessiert... Alles, worauf ich Lust habe und was mich interessiert, versuche ich zu lernen, so geht’s schon mal los.

Alles aus dem technischen Bereich, nehme ich an?
Nein, das kann wirklich alles sein. Technik klar, aber auch Sport, und ich stricke viel, ich häkle, ich nähe mittlerweile. Mode ist auch mein Hobby.

Das heißt, Sie haben keine formale Ausbildung?
Na ja, ich habe Abitur gemacht und wollte dann Sport studieren, als ehemalige Karate-Leistungssportlerin hätte ich aber nicht damit gerechnet, dass ich die Aufnahmeprüfung versemmle... Dann habe ich erst mal einige Praktika gemacht, bei Eurosport zum Beispiel in der PR-Abteilung.

Dann waren Sie ja gleich in der Medienbranche...
Moment – erst mal bin ich bei Sport Scheck für eine Ausbildung zur Sport- und Fitnesskauffrau gelandet und hab dann später neben einem Vollzeitjob ein BWL- und Sportmanagementstudium in sechs Semestern durchgezogen. Ich war in der Zeit auch noch bei Eurosport als Volunteer bei der Fußball-WM beschäftigt, das war wohl mein härtestes Jahr. Vier Jobs gleichzeitig, das war anstrengend...

Aber es fehlt da immer noch die Verbindung zu Ihrer aktuellen Jobbeschreibung...
Irgendwann wollte ich eine eigene Website programmieren, für den Sportverein von meinem Vater, und da habe ich mir ein Buch gekauft und es gelernt, ich bin ja, wie gesagt, eher autodidaktisch veranlagt... Danach wusste ich, dass ich zwar wieder was im Medienbereich machen wollte, aber eben am liebsten in der digitalen Technik online. Schließlich landete ich bei ProSieben.de im Ad-Management, für das es damals erst wenige Leute gab.

Verstehe...
Ich bin kein Mensch, der Routine mag. Ich liebe Probleme, das sind für mich immer neue Herausforderungen. Da kann ich mich reinfuchsen, das ist meine Welt...

Und neue Herausforderungen gibt’s hier im Verlag in Ihrer Abteilung täglich...
Na klar. Ich liebe meinen Job, weil man sich im Digitalen hier jeden Tag neu beweisen, neu erfinden muss. Im Digitalen entwickelt sich alles so schnell weiter, also machen wir ständig Pionierarbeit. Gerade im Ad-Management sind wir gefragt, neue technische Herausforderungen – und die gibt es, weil immer neue Werbeformen entwickelt werden – sofort zu lösen.

Was für Herausforderungen sind das denn so konkret?
Bei Condé Nast haben wir einen sehr hohen Anspruch an Werbung auf unseren Websites. Zum einen muss sie sich optisch hochwertig in das Layout der Seiten einfügen, zum anderen müssen natürlich auch die Kundenwünsche optimal erfüllt werden – alles unsere Baustellen. Es ist sehr diffizil. Ich sage immer, meine Arbeit ist wie jeden Tag ein Tausender-Puzzle machen!

Was raten Sie denn jungen Menschen, die sich für so eine Arbeit wie die Ihre interessieren?
Ich würde sagen: Für Leute, die Veränderungen nicht mögen, ist das nix. Gelassenheit gehört dazu, aber auch eine Portion Ehrgeiz, wer Routine im Job haben will, ist hier fehl am Platz.

Sollten es Digital Natives sein?
Er oder sie sollte schon Spaß am digitalen Leben haben und sich auskennen, klar – und zahlenaffin zu sein ist sicher auch nicht verkehrt.