Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Arbeiten bei Condé Nast

Unser Verlagsstandort bietet ein großzügiges, schönes Arbeitsumfeld im Herzen Münchens mit perfekter Verkehrsanbindung, modernster Technik und sehr gut ausgestatteten Arbeitsplätzen.

Erfahren Sie hier mehr über das Arbeiten bei Condé Nast und lernen Sie Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen kennen, die über ihren Joballtag und ihren Werdegang berichten. 

 

Zentrale Bereiche

Für den Unternehmenserfolg und reibungslose interne Prozesse sind die zentralen Bereiche von Condé Nast sehr wichtig. Dazu zählen zum Beispiel der Vertrieb, der die Verkäufe unserer Magazine und digitalen Produkte verantwortet, oder die Herstellung, die alle Produktions- und Druckprozesse steuert. Weitere zentrale Abteilungen sind die Unternehmenskommunikation, die Personalabteilung, der verlagsinterne IT-Support, Finanzbuchhaltung oder Controlling und der House-Service, der für das Facility-Management zuständig ist. Lernen Sie einige Kollegen aus diesem Bereich kennen.

Viktoria Mattler
Auszubildende zur Medienkauffrau Digital und Print
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Viktoria Mattler - Auszubildende zur Medienkauffrau Digital und Print

"Meine anfänglichen Bedenken habe ich schnell abgelegt, denn hier kümmern sich alle ganz toll um mich"

Wolltest du schon immer in die Medienbranche?
Eigentlich nicht. Oft hört man ja von Leuten, die sagen „Ich will irgendwas mit Medien machen“. Ich habe einfach festgestellt, dass ich nach dem Abitur nicht gleich studieren möchte. Mir war wichtiger, erst einmal einen Einblick in ein Unternehmen und den Arbeitsalltag dort zu bekommen. Daraufhin habe ich geschaut, was es bei mir in der Nähe gibt. Als ich auf Condé Nast gestoßen bin, war eigentlich klar: Da muss ich hin! Es passt einfach zu mir: Condé Nast steht für Marken und Produkte, mit denen ich gerne arbeite und ist ein Unternehmen mit unglaublich vielfältigen Arbeitsbereichen.


Du kannst dir also vorstellen, im Anschluss noch zu studieren?
Genau. Ich habe mich dazu schon ein bisschen informiert, aber noch nicht den richtigen Studiengang gefunden. Hier im Verlag kann ich Kollegen fragen, wie sie zu ihrem Job gekommen sind. Mal sehen, ob ich dann dazu inspiriert werde, später noch andere Wege einzuschlagen.


War es denn ein langer Weg von der Bewerbung bis zur Zusage?
Ja, ich denke im Vergleich zu anderen Stellen schon. Zuerst musste ich natürlich eine klassische Bewerbung einreichen. In einem zweiten Schritt sollte ich zudem ein Motivationsschreiben verfassen, in dem ich auf mehrere Fragen eingehen musste: Warum interessieren dich Medien? Was gefällt dir an der Arbeit von Condé Nast? Daraufhin wurde ich mit sieben oder acht weiteren Interessenten zu einem Bewerbertag eingeladen. Der hat mir sehr gut gefallen. Ab und zu kamen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen dazu, die uns von ihrem Arbeitsalltag erzählt haben und es wurde ein Allgemeinwissenstest mit uns gemacht. Nachmittags gab es schließlich Einzelbewerbungsgespräche. Insgesamt konnte man den Verlag gut kennenlernen und anders herum natürlich auch. Das hat mir auch sehr viel Druck genommen, denn so hatten wir ja mehrere Chancen, einen guten Eindruck zu hinterlassen.


Und jetzt bist du als Auszubildende mal hier im Verlag und mal in der Berufsschule?
Richtig. Bei manchen Ausbildungen ist man an einem oder auch mehreren Tagen pro Woche in der Berufsschule und verbringt den Rest der Woche im Betrieb. Hier bei Condé Nast ist das in Blöcke unterteilt: ein paar Wochen Büro, ein paar Wochen Schule. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Ich freue mich jedes Mal wieder auf die Berufsschule und den theoretischen Input, den ich dort erhalte. Nach ein paar Wochen Schule bin ich aber auch immer froh, wieder hier im Verlag zu sein. Es ist eine sehr gute Mischung. Gerade in Teams wie der Produktion oder im Vertrieb ist es sehr hilfreich, erst einen theoretischen Überblick zu erhalten. Dann findet man sich im Team viel schneller zurecht.


Lassen sich Berufsalltag und Prüfungsstress gut vereinbaren?
Ja, auf jeden Fall. Die Zwischenprüfungen werden zum Glück nicht so stark gewichtet wie die Abschlussklausuren. Das entlastet einen in den Betriebsphasen schon sehr.


Fällt es dir denn schwer, dich alle paar Wochen in neue Teams einzufinden?
Es ist schon sehr schade, dass die Slots je Abteilung so kurz sind. Jedes Mal, wenn ich mich richtig eingelebt habe, muss ich mich wieder verabschieden. Andererseits lernt man dadurch auch sehr viel. Ich bin grundsätzlich ein offener Mensch, aber durch die häufigen Teamwechsel werde ich immer besser darin, auf neue Leute zuzugehen und mich zu vernetzen. Und je stärker man vernetzt ist, desto mehr kann man aus der Zeit hier mitnehmen.


Du bist ja nun schon ein Weilchen bei Condé Nast. Was war denn bislang dein Highlight im Verlag?
Also Highlights gab es viele. Immer wieder beeindruckend finde ich Round Tables. Dabei kommen die Anzeigenkunden in den Verlag und man stellt sich gegenseitig seine Produkte vor. Toll finde ich, dass dazu die verschiedensten Abteilungen zusammenkommen:  Redaktion, Marketing, Sales… Alle arbeiten sehr professionell zusammen: Die Sales-Kollegen wissen genau, was wir anbieten können, die Redaktionen geben Einblicke in ihre Planung und das Marketing-Team stellt neue Eventformate und Kooperationsansätze vor.
Ein weiteres Highlight war für mich, dass alle immer so nett sind. Anfangs hatte ich schon ein paar Bedenken, so ganz ohne Berufserfahrung. Werde ich da angenommen? Klappt alles? Werde ich gerne ins Büro gehen? Meine anfänglichen Bedenken habe ich aber schnell abgelegt, denn hier kümmern sich alle ganz toll um mich.


Die Arbeitsatmosphäre im Verlag gefällt dir also?
Ja sehr. Alle arbeiten total professionell, sind dabei aber nie zu verbissen oder ernst. Diese Mischung braucht man wohl, um erfolgreich zu sein. Bei Condé Nast findet man viele Leute, von denen man sagen kann, dass man sie bewundert. Besonders toll finde ich die Stimmung während der GLAMOUR Shopping Week. In dieser Zeit herrscht einfach Ausnahmezustand – im Verlag und auch außerhalb. Vielleicht nehme auch nur ich das so wahr, als kleines Shopping Victim (lacht). Alles was ich brauche, kaufe ich während der Shopping Week. Naja, und auch all das, was ich eigentlich nicht brauche (lacht).


Du möchtest später womöglich noch studieren. Meinst du, dass dir die Ausbildung auch gegenüber anderen Studenten einen Vorteil verschafft?
Ich glaube schon. Man lernt hier ja auch sich selbst zu organisieren, Prioritäten zu setzen und eigenständig zu arbeiten. Das sind alles Skills, die auch im Studium von Nutzen sind.


Was würdest du jemandem, der sich für deine Ausbildung interessiert, mitgeben?
Ich habe letztens mit unserer neuen Auszubildenden geredet. Die ist – wie wir alle am Anfang – noch sehr aufgeregt. Ich konnte sie aber beruhigen. Wenn man Interesse mitbringt und offen auf die Leute zugeht, dann kann nicht viel schiefgehen. Man muss ja nicht von Anfang an alles perfekt machen. Wir sind hier um dazuzulernen und da gehören Fragen und Fehler dazu. Es klingt vielleicht sehr klischeehaft, aber ich sage immer: Bleibe entspannt und du selbst! Und genieße die Zeit hier! Dann wird das eine super Erfahrung.


Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Danke für das tolle Schlusswort!
Sehr gerne!
 

Karin Baumsteiger
Circulation Manager Newstrade
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Karin Baumsteiger - Circulation Manager Newstrade

"Vertrieb ist schon etwas Spezielles..."

Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, was man als Circulation Manager Newstrade macht...
Also: Was könnte es sein?

Wir reden über: Vertrieb! Und da habe ich doch gleich einen schlauen Satz parat, den ich mal gelesen habe und der angeblich alles zusammenfasst: Der Vertrieb ist dafür zuständig, den organisatorischen Rahmen zur Verfügung zu stellen, so dass Magazine optimal am Markt erhältlich sind...

Das klingt ein wenig kompliziert...
Ja, ja, Vertrieb ist schon etwas Spezielles... (Lacht) In erster Linie geht es um möglichst effektive und kreative Wege, unsere Magazine am Kiosk, am sogenannten point of sale, vom Konkurrenzumfeld abzuheben. Unser Job ist es, zu kalkulieren, wie viele Hefte gedruckt und wie sie optimal im Markt verteilt werden. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit den Pressegrossisten. Das sind sozusagen die Mittler zwischen Verlag und Einzelhandel – Zwischenhändler, wenn man so möchte. Wir sprechen mit den Grossisten darüber, in welchen Regionen und Verkaufsstellen wir vertreten sein wollen. Und wir analysieren jede einzelne Ausgabe und kalkulieren die Druckauflagen der kommenden Hefte – alles in allem ein ziemlich vielschichtiger Bereich.

Ist das eine schwierige Aufgabe?
Einerseits ja, weil es wahnsinnig viele Magazine auf dem Markt gibt. Andererseits heben sich unsere Produkte qualitativ vom Großteil unserer Konkurrenten ab.

Und du bestimmst auch, ob Hefte als Bordexemplare in Flugzeugen oder Hotels ausliegen...
Ja, das gehört auch dazu. Wobei wir das bei Condé Nast nur sehr gezielt einsetzen. Wir achten zum Beispiel sehr darauf, dass wir keine großen Remittenden-Mengen generieren.

Remittenden sind die nicht verkauften Exemplare, die vom Einzelhändler an den Verlag zurückgeschickt werden, richtig?
Genau. Wir wollen unsere hochwertigen Hefte ja auf keinen Fall verramschen, indem sie überall umsonst herumliegen – das passt nicht zum Anspruch des Hauses. Zum Glück sieht man das beim Händler genauso.

Inwiefern?
Die Grossisten und Händler wissen, dass es sich bei den Titeln des Condé Nast Verlags ausschließlich um hochwertige Produkte handelt. Da passiert es fast nie, dass wir am Kiosk in den Regalen falsch platziert werden.

Auch für die Chefredakteure des Verlages bist du ein wichtiger Gesprächspartner, hörte ich...
Ja, das ist richtig. (Lacht) Wir kalkulieren nicht nur eine aktuelle Druckauflage, sondern machen auch Hochrechnungen für den aktuellen Einzelverkauf: Wie stehen unsere Titel im Markt? Klar, dass da der eine oder andere Chefredakteur schon mal bei uns anruft und wissen will, was sein Heft gerade am Kiosk macht...

Nun verstehe ich, was du machst – aber wie kommt man denn dazu?
In meinem Fall ist das lustig und durchaus ungewöhnlich. Als ich 19 war, hatte ich immer eine VOGUE in der Tasche, habe sogar die Anzeigen darin ausgeschnitten, die ich besonders schön fand... Es lag also nahe, dass ich eine Schneiderlehre gemacht habe...

Im Ernst?
Ja, durchaus. Ich bin gelernte Schneiderin. Ich habe aber auch noch eine kaufmännische Ausbildung.

Trotzdem nicht ganz naheliegend, diese Karriere...
Stimmt. Ich habe eher zufällig bei einem Pressegrossisten im Vertrieb angefangen. Zehn Jahre habe ich das gemacht, bis ich dann vom Condé Nast Verlag ein Angebot erhielt. Hier wurde gerade eine Stelle frei. Und da ich beim Grossisten schon für die VOGUE zuständig war, passte das perfekt. Ich kenne mich in der Branche aus, man könnte sagen: Jetzt bin ich da, wo ich sowieso schon immer hinwollte. Anzeigen schneide ich heute aber keine mehr aus...

Du bist ja schon seit 2008 bei Condé Nast. Hat sich die Arbeit im Vertrieb im Laufe der Zeit denn wesentlich verändert?   
Ja, auf jeden Fall. Meine Arbeit ist heute viel komplexer. Im Laufe der Jahre ist die Zusammenarbeit mit den Sales-, Marketing und Redaktionsteams immer wichtiger geworden. Ich würde sogar sagen, der klassische Vertrieb ist heute eine Kombination aus Vertrieb, Marketing am point of sale und Direktmarketing. Vor allem wenn wir die Hefte mit Extras ausstatten, erfordert das eine genaue Planung der Auslieferung, Platzierung im Handel und ein gezieltes Marketing. Ich finde das super, dass macht die Vertriebsarbeit noch viel spannender.

Die Preisfrage für potenzielle Interessenten: Was muss man in deinem Job können, welche Fähigkeiten mitbringen?
Ein gutes Zahlenverständnis wäre eine Voraussetzung. Dann Flexibilität, man muss im Vertrieb spontan auf Entwicklungen reagieren können. Wobei man sich auch darüber im Klaren sein sollte, dass wir über sehr strukturiertes Arbeiten sprechen – Routine gehört dazu. Wer sich in diesem Beruf nicht perfekt organisiert, hat es schwer.

Christian Tiede
Controller
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Christian Tiede - Controller

"Wir lassen es uns etwas kosten, Geld zu machen ..."

Controller. Da steckt der Schrecken ja schon in der Berufsbezeichnung ...
Keine Angst, das ist nur das Wort, das etwas furchteinflößend klingt. Genau genommen mache ich im Verlag kein pures Controlling, sondern vielmehr alles, was im Finanzbereich anfällt.

Das da wäre?
In unserer Abteilung erstellen wir die Monatsabschlüsse und -berichte. Darin sehen wir, wie wir finanziell dastehen – sowohl bei jeder einzelnen Marke als auch im gesamten Verlag. In diesen Berichten wird zum Beispiel dargestellt, wie das Ergebnis eines Hefts lautet, wie viele Kosten entstanden sind oder wie es um die Overhead-Kosten des gesamten Verlags steht.

Also geht es dabei vor allem um die absoluten Zahlen?
Nein, nein – wir kommentieren das Ergebnis natürlich auch. Allein sagen die Zahlen ja wenig aus. Wir stellen klar, warum die Abschlüsse so sind, warum die Kosten in einem Fall so hoch, die Erträge in einem anderen Fall unter den Erwartungen liegen – das kann ja immer plausible, aber nicht auf den ersten Blick erkennbare Gründe haben. Deshalb werden die Zahlen von uns stets sehr ausführlich und dezidiert erläutert.

Worin besteht die besondere Herausforderung in Ihrem Job?
Natürlich existiert ein gewisser zeitlicher Druck, das ist das eine. Es ist ja von existenzieller Bedeutung, dass der Verlag in jedem Monat vollkommen transparent darstellt, wie leistungsfähig er ist – und womöglich in naher Zukunft sein wird. Und zum anderen muss alles korrekt und sauber dargestellt werden.

Keine Arbeit für kreative Kröpfe ...
Die brauchen wir bei Condé Nast natürlich auch, aber die sind an anderen Stellen besser aufgehoben. (Lacht)


Werden Sie eigentlich von den Redaktionen als Partner oder als Gegner wahrgenommen, der den Rotstift ansetzt?
Ach, das ist bei Condé Nast kein Problem. Wir finden meistens einen harmonischen Mittelweg zwischen den kreativen und den kaufmännischen Erfordernissen unserer Arbeit. Wir sind schließlich alle in einem Unternehmen beschäftigt, das sich der Qualität verschrieben hat. Um es salopp auszudrücken: Wir lassen es uns etwas kosten, Geld zu machen ...

Ist das wichtiger, als über die handelsüblichen Talente eines Betriebswirts zu verfügen?
Das muss man trennen: Für den Job an sich muss man natürlich analytische Fähigkeiten und Spaß am Umgang mit Zahlen mitbringen. Darüber hinaus, da gebe ich Ihnen recht, geht es nicht ohne ein Gespür dafür, was der Verlag eigentlich macht: hochwertige journalistische Produkte. Das bedeutet, dass man hier in speziellen Situationen auch ein Verständnis dafür hat, wenn mal eine Zahl nicht den Erwartungen entspricht.

Haben Sie Betriebswirtschaft studiert?
Richtig, ich habe für meinen Bereich den klassischen Weg beschritten: Nach dem Abitur habe ich bei einer Versicherung eine kaufmännische Ausbildung gemacht, danach in Augsburg ein BWL-Studium absolviert.

Wie sind Sie dann zu Condé Nast gekommen?
Ich war in einer Wirtschaftsprüfung tätig und habe in diesem Rahmen den Condé Nast Verlag geprüft. Ich wusste also, was mich hier erwartete – und freute mich drauf. Das ist natürlich keine so trockene Materie wie in einer Wirtschaftsprüfung.

Was würden Sie potenziellen Bewerbern mit auf den Weg geben?
Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Produkt und generell mit dem Verlag ist hier ungewöhnlich hoch. Deshalb ist es wichtig für potenzielle Bewerber im Controlling, dass sie sich nicht nur mit Zahlen und Bilanzen auskennen, sondern auch über soziale Kompetenzen verfügen und sich gerne mit den Marken und Werten des Verlags auseinandersetzen. 

Karin Baumsteiger
Circulation Manager Newstrade
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Karin Baumsteiger

Circulation Manager Newstrade

Die wenigsten Menschen können sich vorstellen, was man als Circulation Manager Newstrade macht...
Also: Was könnte es sein?

Wir reden über: Vertrieb! Und da habe ich doch gleich einen schlauen Satz parat, den ich mal gelesen habe und der angeblich alles zusammenfasst: Der Vertrieb ist dafür zuständig, den organisatorischen Rahmen zur Verfügung zu stellen, so dass Magazine optimal am Markt erhältlich sind...

Das klingt ein wenig kompliziert...
Ja, ja, Vertrieb ist schon etwas Spezielles... (Lacht) In erster Linie geht es um möglichst effektive und kreative Wege, unsere Magazine am Kiosk, am sogenannten point of sale, vom Konkurrenzumfeld abzuheben. Unser Job ist es, zu kalkulieren, wie viele Hefte gedruckt und wie sie optimal im Markt verteilt werden. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit den Pressegrossisten. Das sind sozusagen die Mittler zwischen Verlag und Einzelhandel – Zwischenhändler, wenn man so möchte. Wir sprechen mit den Grossisten darüber, in welchen Regionen und Verkaufsstellen wir vertreten sein wollen. Und wir analysieren jede einzelne Ausgabe und kalkulieren die Druckauflagen der kommenden Hefte – alles in allem ein ziemlich vielschichtiger Bereich.

Ist das eine schwierige Aufgabe?
Einerseits ja, weil es wahnsinnig viele Magazine auf dem Markt gibt. Andererseits heben sich unsere Produkte qualitativ vom Großteil unserer Konkurrenten ab.

Und du bestimmst auch, ob Hefte als Bordexemplare in Flugzeugen oder Hotels ausliegen...
Ja, das gehört auch dazu. Wobei wir das bei Condé Nast nur sehr gezielt einsetzen. Wir achten zum Beispiel sehr darauf, dass wir keine großen Remittenden-Mengen generieren.

Remittenden sind die nicht verkauften Exemplare, die vom Einzelhändler an den Verlag zurückgeschickt werden, richtig?
Genau. Wir wollen unsere hochwertigen Hefte ja auf keinen Fall verramschen, indem sie überall umsonst herumliegen – das passt nicht zum Anspruch des Hauses. Zum Glück sieht man das beim Händler genauso.

Inwiefern?
Die Grossisten und Händler wissen, dass es sich bei den Titeln des Condé Nast Verlags ausschließlich um hochwertige Produkte handelt. Da passiert es fast nie, dass wir am Kiosk in den Regalen falsch platziert werden.

Auch für die Chefredakteure des Verlages bist du ein wichtiger Gesprächspartner, hörte ich...
Ja, das ist richtig. (Lacht) Wir kalkulieren nicht nur eine aktuelle Druckauflage, sondern machen auch Hochrechnungen für den aktuellen Einzelverkauf: Wie stehen unsere Titel im Markt? Klar, dass da der eine oder andere Chefredakteur schon mal bei uns anruft und wissen will, was sein Heft gerade am Kiosk macht...

Nun verstehe ich, was du machst – aber wie kommt man denn dazu?
In meinem Fall ist das lustig und durchaus ungewöhnlich. Als ich 19 war, hatte ich immer eine VOGUE in der Tasche, habe sogar die Anzeigen darin ausgeschnitten, die ich besonders schön fand... Es lag also nahe, dass ich eine Schneiderlehre gemacht habe...

Im Ernst?
Ja, durchaus. Ich bin gelernte Schneiderin. Ich habe aber auch noch eine kaufmännische Ausbildung.

Trotzdem nicht ganz naheliegend, diese Karriere...
Stimmt. Ich habe eher zufällig bei einem Pressegrossisten im Vertrieb angefangen. Zehn Jahre habe ich das gemacht, bis ich dann vom Condé Nast Verlag ein Angebot erhielt. Hier wurde gerade eine Stelle frei. Und da ich beim Grossisten schon für die VOGUE zuständig war, passte das perfekt. Ich kenne mich in der Branche aus, man könnte sagen: Jetzt bin ich da, wo ich sowieso schon immer hinwollte. Anzeigen schneide ich heute aber keine mehr aus...

Du bist ja schon seit 2008 bei Condé Nast. Hat sich die Arbeit im Vertrieb im Laufe der Zeit denn wesentlich verändert?   
Ja, auf jeden Fall. Meine Arbeit ist heute viel komplexer. Im Laufe der Jahre ist die Zusammenarbeit mit den Sales-, Marketing und Redaktionsteams immer wichtiger geworden. Ich würde sogar sagen, der klassische Vertrieb ist heute eine Kombination aus Vertrieb, Marketing am point of sale und Direktmarketing. Vor allem wenn wir die Hefte mit Extras ausstatten, erfordert das eine genaue Planung der Auslieferung, Platzierung im Handel und ein gezieltes Marketing. Ich finde das super, dass macht die Vertriebsarbeit noch viel spannender.

Die Preisfrage für potenzielle Interessenten: Was muss man in deinem Job können, welche Fähigkeiten mitbringen?
Ein gutes Zahlenverständnis wäre eine Voraussetzung. Dann Flexibilität, man muss im Vertrieb spontan auf Entwicklungen reagieren können. Wobei man sich auch darüber im Klaren sein sollte, dass wir über sehr strukturiertes Arbeiten sprechen – Routine gehört dazu. Wer sich in diesem Beruf nicht perfekt organisiert, hat es schwer.

Christian Tiede
Controller
Close

Christian Tiede

Controller

Controller. Da steckt der Schrecken ja schon in der Berufsbezeichnung ...
Keine Angst, das ist nur das Wort, das etwas furchteinflößend klingt. Genau genommen mache ich im Verlag kein pures Controlling, sondern vielmehr alles, was im Finanzbereich anfällt.

Das da wäre?
In unserer Abteilung erstellen wir die Monatsabschlüsse und -berichte. Darin sehen wir, wie wir finanziell dastehen – sowohl bei jeder einzelnen Marke als auch im gesamten Verlag. In diesen Berichten wird zum Beispiel dargestellt, wie das Ergebnis eines Hefts lautet, wie viele Kosten entstanden sind oder wie es um die Overhead-Kosten des gesamten Verlags steht.

Also geht es dabei vor allem um die absoluten Zahlen?
Nein, nein – wir kommentieren das Ergebnis natürlich auch. Allein sagen die Zahlen ja wenig aus. Wir stellen klar, warum die Abschlüsse so sind, warum die Kosten in einem Fall so hoch, die Erträge in einem anderen Fall unter den Erwartungen liegen – das kann ja immer plausible, aber nicht auf den ersten Blick erkennbare Gründe haben. Deshalb werden die Zahlen von uns stets sehr ausführlich und dezidiert erläutert.

Worin besteht die besondere Herausforderung in Ihrem Job?
Natürlich existiert ein gewisser zeitlicher Druck, das ist das eine. Es ist ja von existenzieller Bedeutung, dass der Verlag in jedem Monat vollkommen transparent darstellt, wie leistungsfähig er ist – und womöglich in naher Zukunft sein wird. Und zum anderen muss alles korrekt und sauber dargestellt werden.

Keine Arbeit für kreative Kröpfe ...
Die brauchen wir bei Condé Nast natürlich auch, aber die sind an anderen Stellen besser aufgehoben. (Lacht)


Werden Sie eigentlich von den Redaktionen als Partner oder als Gegner wahrgenommen, der den Rotstift ansetzt?
Ach, das ist bei Condé Nast kein Problem. Wir finden meistens einen harmonischen Mittelweg zwischen den kreativen und den kaufmännischen Erfordernissen unserer Arbeit. Wir sind schließlich alle in einem Unternehmen beschäftigt, das sich der Qualität verschrieben hat. Um es salopp auszudrücken: Wir lassen es uns etwas kosten, Geld zu machen ...

Ist das wichtiger, als über die handelsüblichen Talente eines Betriebswirts zu verfügen?
Das muss man trennen: Für den Job an sich muss man natürlich analytische Fähigkeiten und Spaß am Umgang mit Zahlen mitbringen. Darüber hinaus, da gebe ich Ihnen recht, geht es nicht ohne ein Gespür dafür, was der Verlag eigentlich macht: hochwertige journalistische Produkte. Das bedeutet, dass man hier in speziellen Situationen auch ein Verständnis dafür hat, wenn mal eine Zahl nicht den Erwartungen entspricht.

Haben Sie Betriebswirtschaft studiert?
Richtig, ich habe für meinen Bereich den klassischen Weg beschritten: Nach dem Abitur habe ich bei einer Versicherung eine kaufmännische Ausbildung gemacht, danach in Augsburg ein BWL-Studium absolviert.

Wie sind Sie dann zu Condé Nast gekommen?
Ich war in einer Wirtschaftsprüfung tätig und habe in diesem Rahmen den Condé Nast Verlag geprüft. Ich wusste also, was mich hier erwartete – und freute mich drauf. Das ist natürlich keine so trockene Materie wie in einer Wirtschaftsprüfung.

Was würden Sie potenziellen Bewerbern mit auf den Weg geben?
Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Produkt und generell mit dem Verlag ist hier ungewöhnlich hoch. Deshalb ist es wichtig für potenzielle Bewerber im Controlling, dass sie sich nicht nur mit Zahlen und Bilanzen auskennen, sondern auch über soziale Kompetenzen verfügen und sich gerne mit den Marken und Werten des Verlags auseinandersetzen. 

Viktoria Mattler
Auszubildende zur Medienkauffrau Digital und Print
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Viktoria Mattler

Auszubildende zur Medienkauffrau Digital und Print

Wolltest du schon immer in die Medienbranche?
Eigentlich nicht. Oft hört man ja von Leuten, die sagen „Ich will irgendwas mit Medien machen“. Ich habe einfach festgestellt, dass ich nach dem Abitur nicht gleich studieren möchte. Mir war wichtiger, erst einmal einen Einblick in ein Unternehmen und den Arbeitsalltag dort zu bekommen. Daraufhin habe ich geschaut, was es bei mir in der Nähe gibt. Als ich auf Condé Nast gestoßen bin, war eigentlich klar: Da muss ich hin! Es passt einfach zu mir: Condé Nast steht für Marken und Produkte, mit denen ich gerne arbeite und ist ein Unternehmen mit unglaublich vielfältigen Arbeitsbereichen.


Du kannst dir also vorstellen, im Anschluss noch zu studieren?
Genau. Ich habe mich dazu schon ein bisschen informiert, aber noch nicht den richtigen Studiengang gefunden. Hier im Verlag kann ich Kollegen fragen, wie sie zu ihrem Job gekommen sind. Mal sehen, ob ich dann dazu inspiriert werde, später noch andere Wege einzuschlagen.


War es denn ein langer Weg von der Bewerbung bis zur Zusage?
Ja, ich denke im Vergleich zu anderen Stellen schon. Zuerst musste ich natürlich eine klassische Bewerbung einreichen. In einem zweiten Schritt sollte ich zudem ein Motivationsschreiben verfassen, in dem ich auf mehrere Fragen eingehen musste: Warum interessieren dich Medien? Was gefällt dir an der Arbeit von Condé Nast? Daraufhin wurde ich mit sieben oder acht weiteren Interessenten zu einem Bewerbertag eingeladen. Der hat mir sehr gut gefallen. Ab und zu kamen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen dazu, die uns von ihrem Arbeitsalltag erzählt haben und es wurde ein Allgemeinwissenstest mit uns gemacht. Nachmittags gab es schließlich Einzelbewerbungsgespräche. Insgesamt konnte man den Verlag gut kennenlernen und anders herum natürlich auch. Das hat mir auch sehr viel Druck genommen, denn so hatten wir ja mehrere Chancen, einen guten Eindruck zu hinterlassen.


Und jetzt bist du als Auszubildende mal hier im Verlag und mal in der Berufsschule?
Richtig. Bei manchen Ausbildungen ist man an einem oder auch mehreren Tagen pro Woche in der Berufsschule und verbringt den Rest der Woche im Betrieb. Hier bei Condé Nast ist das in Blöcke unterteilt: ein paar Wochen Büro, ein paar Wochen Schule. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Ich freue mich jedes Mal wieder auf die Berufsschule und den theoretischen Input, den ich dort erhalte. Nach ein paar Wochen Schule bin ich aber auch immer froh, wieder hier im Verlag zu sein. Es ist eine sehr gute Mischung. Gerade in Teams wie der Produktion oder im Vertrieb ist es sehr hilfreich, erst einen theoretischen Überblick zu erhalten. Dann findet man sich im Team viel schneller zurecht.


Lassen sich Berufsalltag und Prüfungsstress gut vereinbaren?
Ja, auf jeden Fall. Die Zwischenprüfungen werden zum Glück nicht so stark gewichtet wie die Abschlussklausuren. Das entlastet einen in den Betriebsphasen schon sehr.


Fällt es dir denn schwer, dich alle paar Wochen in neue Teams einzufinden?
Es ist schon sehr schade, dass die Slots je Abteilung so kurz sind. Jedes Mal, wenn ich mich richtig eingelebt habe, muss ich mich wieder verabschieden. Andererseits lernt man dadurch auch sehr viel. Ich bin grundsätzlich ein offener Mensch, aber durch die häufigen Teamwechsel werde ich immer besser darin, auf neue Leute zuzugehen und mich zu vernetzen. Und je stärker man vernetzt ist, desto mehr kann man aus der Zeit hier mitnehmen.


Du bist ja nun schon ein Weilchen bei Condé Nast. Was war denn bislang dein Highlight im Verlag?
Also Highlights gab es viele. Immer wieder beeindruckend finde ich Round Tables. Dabei kommen die Anzeigenkunden in den Verlag und man stellt sich gegenseitig seine Produkte vor. Toll finde ich, dass dazu die verschiedensten Abteilungen zusammenkommen:  Redaktion, Marketing, Sales… Alle arbeiten sehr professionell zusammen: Die Sales-Kollegen wissen genau, was wir anbieten können, die Redaktionen geben Einblicke in ihre Planung und das Marketing-Team stellt neue Eventformate und Kooperationsansätze vor.
Ein weiteres Highlight war für mich, dass alle immer so nett sind. Anfangs hatte ich schon ein paar Bedenken, so ganz ohne Berufserfahrung. Werde ich da angenommen? Klappt alles? Werde ich gerne ins Büro gehen? Meine anfänglichen Bedenken habe ich aber schnell abgelegt, denn hier kümmern sich alle ganz toll um mich.


Die Arbeitsatmosphäre im Verlag gefällt dir also?
Ja sehr. Alle arbeiten total professionell, sind dabei aber nie zu verbissen oder ernst. Diese Mischung braucht man wohl, um erfolgreich zu sein. Bei Condé Nast findet man viele Leute, von denen man sagen kann, dass man sie bewundert. Besonders toll finde ich die Stimmung während der GLAMOUR Shopping Week. In dieser Zeit herrscht einfach Ausnahmezustand – im Verlag und auch außerhalb. Vielleicht nehme auch nur ich das so wahr, als kleines Shopping Victim (lacht). Alles was ich brauche, kaufe ich während der Shopping Week. Naja, und auch all das, was ich eigentlich nicht brauche (lacht).


Du möchtest später womöglich noch studieren. Meinst du, dass dir die Ausbildung auch gegenüber anderen Studenten einen Vorteil verschafft?
Ich glaube schon. Man lernt hier ja auch sich selbst zu organisieren, Prioritäten zu setzen und eigenständig zu arbeiten. Das sind alles Skills, die auch im Studium von Nutzen sind.


Was würdest du jemandem, der sich für deine Ausbildung interessiert, mitgeben?
Ich habe letztens mit unserer neuen Auszubildenden geredet. Die ist – wie wir alle am Anfang – noch sehr aufgeregt. Ich konnte sie aber beruhigen. Wenn man Interesse mitbringt und offen auf die Leute zugeht, dann kann nicht viel schiefgehen. Man muss ja nicht von Anfang an alles perfekt machen. Wir sind hier um dazuzulernen und da gehören Fragen und Fehler dazu. Es klingt vielleicht sehr klischeehaft, aber ich sage immer: Bleibe entspannt und du selbst! Und genieße die Zeit hier! Dann wird das eine super Erfahrung.


Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Danke für das tolle Schlusswort!
Sehr gerne!