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03.07.2018 - #WHATMATTERS | VOGUE zeigt Menschen und Mode die bewegen

Was zählt wirklich? Die heute erscheinende August-Ausgabe von VOGUE widmet sich unter dem Motto „What matters“ gesellschaftsrelevanten Engagements in der Modewelt. Dreizehn Protagonistinnen, darunter die vier August-Coverstars Naomi Campbell, Doutzen Kroes, Edie Campbell und Anja Rubik, erzählen darin von ihren Herzensprojekten: vom Einsatz für Naturschutz, über den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung bis zu ihren Kampagnen für sexuelle Aufklärung und gegen Missbrauch und Ausbeutung in der Modelbranche.

„In einer Zeit radikaler gesellschaftlicher Umbrüche und Debatten bleiben auch die Mode und ihre handelnden Akteure nicht außen vor. Im weiten Spannungsfeld zwischen leichtlebigem digitalem Exhibitionismus und tiefgründigem politischem Aktionismus wollten wir wissen: ‚What matters?‘ Die Antworten sind Geschichten, die berühren, aufrütteln und nachdenklich machen“, sagt VOGUE Chefredakteurin Christiane Arp.
 
Naomi Campbell: „Bekam ich bestimmte Jobs nicht wegen meiner Hautfarbe oder weil die Leute mich nicht mochten?“
Im VOGUE-Gespräch spricht Model Naomi Campbell mit ihrer Mentorin Bethann Hardison über Rassismus in der Modelbranche und ihre couragierten Kolleginnen: „In den ersten Jahren begriff ich oft nicht, was vor sich ging. Bekam ich bestimmte Jobs nicht wegen meiner Hautfarbe oder weil die Leute mich nicht mochten? (…) Ich spürte Ablehnung. Ich wollte es mir nicht eingestehen, aber ich denke, das nennt man wohl Rassismus.“ Trotz des wachsenden Erfolgs, blieb die Gleichberechtigung lange aus: „Christy, Cindy, Linda, Stephanie bekamen die hochbezahlten Verträge – ich nicht. Alle Kolleginnen verdienten mehr Geld als ich.“ Doch die Models hielten zusammen: „Ohne die Hilfe meiner Genossinnen hätte ich es aber nicht geschafft. Christy, Cindy und Linda haben irgendwann begonnen, bestimmte Modedesigner zu erpressen: ‚Wenn du Naomi nicht buchst, bekommst du uns auch nicht.‘ Das half. Die Firmen haben meistens schnell ihre Meinung geändert, und so bekam ich schließlich auch die gutbezahlten Werbejobs.“
 
Anja Rubik: „Ich habe mich bloß entschieden, zu sagen, was ich denke.“
Die polnische Regierung hat vor zwei Jahren entschieden die Abtreibungsgesetze zu verschärfen. Model Anja Rubik setzt sich in ihrer Heimat für sexuelle Aufklärung und Frauenrechte ein und hat sich dadurch viele Feinde gemacht: „Ich habe mich bloß entschieden, zu sagen, was ich denke. Und zwar laut. Denn in unserem Land werden die Menschenrechte verletzt – Frauenrechte sind Menschenrechte.“ Ihre Stimme wird gehört. Sie organisiert Demonstrationen mit Hunderttausenden Teilnehmern: „Das gefällt der Regierung nicht. Mein Bild war auf den Titelblättern der regierungsnahen Presse: ‚Wer Polen liebt, hört nicht auf Anja Rubik.‘“ Doch die 35-Jährige bleibt ihrer Linie treu: „Meine Mission ist die Aufklärung. (…) Den Hass ignoriere ich.“
 
Edie Campbell: „Ich habe selbst einige unangenehme Situationen überstehen müssen.“
Im November hatte Model Edie Campbell angeprangert, dass die Fashionbranche systematisch Missbrauch dulde und verschweige: „Ich habe so viele traurige Berichte gehört und zugesandt bekommen: von weiblichen wie von männlichen Models, von Assistenten und Designern. Und ich habe selbst einige unangenehme Situationen überstehen müssen.“ Gibt es eine Lösung für das Problem? „Man müsste vor allem bei den Agenturen ansetzen, denn deren Aufgabe ist es, die Models zu schützen. Einige tun es, aber viele eben auch nicht. Immerhin haben wir damit begonnen, uns zu hinterfragen.“
 
Die beigefügten Covers sind zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der August-Ausgabe von VOGUE, die heute erscheint, freigegeben.

 

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Condé Nast Verlag
Pia Landgrebe
Junior PR Manager
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