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27.11.2015 - Die Ergebnisse der ersten „WIRED Mobility“-Konferenz: Zur Zukunft von multimodalen Transportsystemen, autonom fahrenden Autos und smarten Städten

Fotocredit Michael Berger

„Wenn jede Familie in China zwei Autos haben wollte, wäre die Erde am Ende. Wir haben einfach nicht die Ressourcen, um diese Art von amerikanischem Traum zu unterstützen“, sagte Steven Wang, Vizepräsident und Strategiechef von Chinas führender Online-Plattform für Taxi-Buchungen, Didi Kuaidi, gestern auf der „WIRED Mobility“-Konferenz in Berlin.

Gemeinsam mit Wang diskutierten 35 nationale und internationale  Experten sowie Branchenvertreter einen Tag lang über die Zukunft der Mobilität und die Frage, wie die Digitalisierung unsere gängigen Mobilitätskonzepte in Verkehr, Städteplanung, Reisen und Transport verändert. In einem „Innovation Showroom“ stellten zudem 18 junge Gründer und Start-ups ihre neuesten Entwicklungen vor und präsentierten sich Investoren und potenziellen Kunden. Die Konferenz mit rund 250 Teilnehmern wurde gemeinsam von WIRED Germany und dem Onlinemagazin Gründerszene in der Heeresbäckerei Berlin veranstaltet, sie fand zum ersten Mal statt.
 
Zur Zukunft der Mobilität: Die nächsten fünf Jahre sind entscheidend
Eine ganze Industrie denkt derzeit über Lösungen nach, wie wir uns in Zukunft von A nach B bewegen – die etablierten Autohersteller ebenso wie Start-ups. Einige dieser Vordenker stellten gestern auf der „WIRED Mobility“-Konferenz ihre Konzepte vor – darunter große Firmen wie Audi und BMW, Herausforderer des Etablierten wie Uber oder Drivy, aber auch viele Start-ups, die weit über das Auto als kleinste bewegliche Einheit hinausdenken. Hyperloop Transportation Technologies zum Beispiel mit ihrem HighTech-Vakuum-Zug. Die nächsten fünf Jahre, so waren sich die Branchenvertreter einig, werden entscheidend sein. Wie diese Unternehmen die Zukunft der Mobilität sehen, hat WIRED Germany in fünf Thesen zusammengefasst.
 
Mobilität wird nicht mehr von Besitz abhängen
Kürzlich sagte Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, im Interview mit WIRED.de, dass Mobilität nicht mehr vom Besitz eines eigenen, privaten Autos abhängen müsse — und sprach sich gleichzeitig klar für Sharing-Modelle in diesem Bereich aus. Über die Verheißungen und Herausforderungen des Sharings diskutieren auf der „WIRED Mobility“ drei sehr unterschiedliche Vertreter der Branche: Paulin Dementhon, Gründer der Peer-to-Peer-Autovermietung Drivy, Sebastian Hofelich, CEO der Carsharing-Plattform DriveNow und Daniel Priem, Vice President für Business Development, Sales und Operations bei Floatility, die bei ihrem Sharing auf Elektroroller setzen. Warum diese Sharing-Anbieter nicht nur ihre Fahrzeuge, sondern auch das Business teilen sollten, hat Gründerszene hier zusammengefasst.
 
Data Driven Mobility: Hemmt der deutsche Datenschutz den Mobilitätssektor?
Die interessantesten Fragen, die die Zukunft der weltweiten Mobilität betreffen, haben nicht unbedingt nur mit selbstfahrenden Google-Autos oder Drohnenantrieben zu tun, sondern mit Vernetzung, mit gut gefütterten Algorithmen und mit Daten. Das wurde am Donnerstag bei der „WIRED Mobility“-Konferenz deutlich. Die diffuse, oft wenig reflektierte, nicht begründete Angst der Menschen vor Datenmissbrauch müsse ausgeräumt werden, so Sohaila Ouffata von BMW i Ventures. Gemeinsam mit Ouffata diskutierten Jens Landvogt, Senior Business Development Manager bei HERE, Maxim Nohroudi, Gründer und CEO der ally-App sowie Holger Weiss, CEO des In-Car-Infotainment-Anbieters Aupeo. Die Runde war sich einig, dass die die Gefahr bestehe, dass Deutschland bei der datengetriebenen Mobilität im internationalen Vergleich zurückfällt. Alle Ergebnisse des Panels hat WIRED Germany hier zusammengefasst.
 
Weitere Berichte, Hintergründe und Interviews zur „WIRED Mobility“ gibt es auf www.gruenderszene.de sowie auf www.wired.de.
 
Über WIRED
„WIRED Mobility“ ist die erste Konferenz von WIRED Germany und richtete sich an Entscheider und Vordenker aus Branchen wie Automobil, Luft-, Schienen- und Straßenverkehr, Infrastruktur- und Städteplanung sowie an politische Entscheidungsträger. Die nächste WIRED-Konferenz ist für 2016 geplant.
 
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Über Gründerszene
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