Wolltest du schon immer in die Medienbranche?
Eigentlich nicht. Oft hört man ja von Leuten, die sagen „Ich will irgendwas mit Medien machen“. Ich habe einfach festgestellt, dass ich nach dem Abitur nicht gleich studieren möchte. Mir war wichtiger, erst einmal einen Einblick in ein Unternehmen und den Arbeitsalltag dort zu bekommen. Daraufhin habe ich geschaut, was es bei mir in der Nähe gibt. Als ich auf Condé Nast gestoßen bin, war eigentlich klar: Da muss ich hin! Es passt einfach zu mir: Condé Nast steht für Marken und Produkte, mit denen ich gerne arbeite und ist ein Unternehmen mit unglaublich vielfältigen Arbeitsbereichen.


Du kannst dir also vorstellen, im Anschluss noch zu studieren?
Genau. Ich habe mich dazu schon ein bisschen informiert, aber noch nicht den richtigen Studiengang gefunden. Hier im Verlag kann ich Kollegen fragen, wie sie zu ihrem Job gekommen sind. Mal sehen, ob ich dann dazu inspiriert werde, später noch andere Wege einzuschlagen.


War es denn ein langer Weg von der Bewerbung bis zur Zusage?
Ja, ich denke im Vergleich zu anderen Stellen schon. Zuerst musste ich natürlich eine klassische Bewerbung einreichen. In einem zweiten Schritt sollte ich zudem ein Motivationsschreiben verfassen, in dem ich auf mehrere Fragen eingehen musste: Warum interessieren dich Medien? Was gefällt dir an der Arbeit von Condé Nast? Daraufhin wurde ich mit sieben oder acht weiteren Interessenten zu einem Bewerbertag eingeladen. Der hat mir sehr gut gefallen. Ab und zu kamen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen dazu, die uns von ihrem Arbeitsalltag erzählt haben und es wurde ein Allgemeinwissenstest mit uns gemacht. Nachmittags gab es schließlich Einzelbewerbungsgespräche. Insgesamt konnte man den Verlag gut kennenlernen und anders herum natürlich auch. Das hat mir auch sehr viel Druck genommen, denn so hatten wir ja mehrere Chancen, einen guten Eindruck zu hinterlassen.


Und jetzt bist du als Auszubildende mal hier im Verlag und mal in der Berufsschule?
Richtig. Bei manchen Ausbildungen ist man an einem oder auch mehreren Tagen pro Woche in der Berufsschule und verbringt den Rest der Woche im Betrieb. Hier bei Condé Nast ist das in Blöcke unterteilt: ein paar Wochen Büro, ein paar Wochen Schule. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Ich freue mich jedes Mal wieder auf die Berufsschule und den theoretischen Input, den ich dort erhalte. Nach ein paar Wochen Schule bin ich aber auch immer froh, wieder hier im Verlag zu sein. Es ist eine sehr gute Mischung. Gerade in Teams wie der Produktion oder im Vertrieb ist es sehr hilfreich, erst einen theoretischen Überblick zu erhalten. Dann findet man sich im Team viel schneller zurecht.


Lassen sich Berufsalltag und Prüfungsstress gut vereinbaren?
Ja, auf jeden Fall. Die Zwischenprüfungen werden zum Glück nicht so stark gewichtet wie die Abschlussklausuren. Das entlastet einen in den Betriebsphasen schon sehr.


Fällt es dir denn schwer, dich alle paar Wochen in neue Teams einzufinden?
Es ist schon sehr schade, dass die Slots je Abteilung so kurz sind. Jedes Mal, wenn ich mich richtig eingelebt habe, muss ich mich wieder verabschieden. Andererseits lernt man dadurch auch sehr viel. Ich bin grundsätzlich ein offener Mensch, aber durch die häufigen Teamwechsel werde ich immer besser darin, auf neue Leute zuzugehen und mich zu vernetzen. Und je stärker man vernetzt ist, desto mehr kann man aus der Zeit hier mitnehmen.


Du bist ja nun schon ein Weilchen bei Condé Nast. Was war denn bislang dein Highlight im Verlag?
Also Highlights gab es viele. Immer wieder beeindruckend finde ich Round Tables. Dabei kommen die Anzeigenkunden in den Verlag und man stellt sich gegenseitig seine Produkte vor. Toll finde ich, dass dazu die verschiedensten Abteilungen zusammenkommen: Redaktion, Marketing, Sales… Alle arbeiten sehr professionell zusammen: Die Sales-Kollegen wissen genau, was wir anbieten können, die Redaktionen geben Einblicke in ihre Planung und das Marketing-Team stellt neue Eventformate und Kooperationsansätze vor.
Ein weiteres Highlight war für mich, dass alle immer so nett sind. Anfangs hatte ich schon ein paar Bedenken, so ganz ohne Berufserfahrung. Werde ich da angenommen? Klappt alles? Werde ich gerne ins Büro gehen? Meine anfänglichen Bedenken habe ich aber schnell abgelegt, denn hier kümmern sich alle ganz toll um mich.


Die Arbeitsatmosphäre im Verlag gefällt dir also?
Ja sehr. Alle arbeiten total professionell, sind dabei aber nie zu verbissen oder ernst. Diese Mischung braucht man wohl, um erfolgreich zu sein. Bei Condé Nast findet man viele Leute, von denen man sagen kann, dass man sie bewundert. Besonders toll finde ich die Stimmung während der GLAMOUR Shopping Week. In dieser Zeit herrscht einfach Ausnahmezustand – im Verlag und auch außerhalb. Vielleicht nehme auch nur ich das so wahr, als kleines Shopping Victim (lacht). Alles was ich brauche, kaufe ich während der Shopping Week. Naja, und auch all das, was ich eigentlich nicht brauche (lacht).


Du möchtest später womöglich noch studieren. Meinst du, dass dir die Ausbildung auch gegenüber anderen Studenten einen Vorteil verschafft?
Ich glaube schon. Man lernt hier ja auch sich selbst zu organisieren, Prioritäten zu setzen und eigenständig zu arbeiten. Das sind alles Skills, die auch im Studium von Nutzen sind.


Was würdest du jemandem, der sich für deine Ausbildung interessiert, mitgeben?
Ich habe letztens mit unserer neuen Auszubildenden geredet. Die ist – wie wir alle am Anfang – noch sehr aufgeregt. Ich konnte sie aber beruhigen. Wenn man Interesse mitbringt und offen auf die Leute zugeht, dann kann nicht viel schiefgehen. Man muss ja nicht von Anfang an alles perfekt machen. Wir sind hier um dazuzulernen und da gehören Fragen und Fehler dazu. Es klingt vielleicht sehr klischeehaft, aber ich sage immer: Bleibe entspannt und du selbst! Und genieße die Zeit hier! Dann wird das eine super Erfahrung.


Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Danke für das tolle Schlusswort!
Sehr gerne!