02.11.2021 - GQ-Coverstar und „GQ Man of the Year” Omar Sy im Interview: „Warum machen wir nicht ein Museum, das darüber spricht, dass seine Kunst gestohlen ist?“

München, 02. November 2021. Der Coverstar der neuen Ausgabe von GQ Germany, Omar Sy, hat nicht nur ein gutes Jahr 2021, sondern ein gutes Jahrzehnt hinter sich: Als „Ziemlich bester Freund“ begeisterte der französische Schauspieler 2012 weltweit das Kinopublikum, dann folgte der Sprung nach Hollywood. 2021 landete er mit „Lupin“, der erfolgreichsten französischen Netflix-Serie aller Zeiten, einen Sensationserfolg und setzt sich damit zugleich für gesellschaftlichen Wandel ein. Gute Gründe für GQ ihn bei den diesjährigen GQ Men of the Year-Awards am 04. November als „Actor International of the Year“ zu ehren.

„Ja, es gibt Unterdrücker und Unterdrückte, aber das sind zwei Seiten ein und derselben Geschichte. Es ist unsere gemeinsame Geschichte.”
Im Serien-Hit „Lupin“, in dem Omar Sy die Rolle des Juwelendiebs Assane Diop spielt und an dessen Entwicklung er selbst beteiligt war, klingt ein Wandel an, den ganze Generationen sich wünschen. Es geht um Sichtbarkeit, um Chancengleichheit in Gesellschaften, die seit der „Black Lives Matter“-Bewegung um ein neues Selbstverständnis ringen. „Wir wollten zeigen, wie unsere Gesellschaft funktioniert, aber wir wollten dabei keine Urteile fällen,“ sagt Sy. Er will positive Botschaften senden, kein Ankläger sein. Lösungen interessieren ihn weit mehr als Probleme.

Das zeigt sich auch in seiner Haltung zu einer der aktuell hitzigen Diskussionen der Kunstwelt, an die die Serie ebenfalls anknüpft: Die Rückgabe von Kunstwerken an ihre Herkunftsländer. Kaum ein Land gibt Raubkunst so bereitwillig in Herkunftsländer zurück wie Frankreich unter Emmanuel Macron. Ganz anders verhält es sich in Deutschland, wo gerade das Humboldt-Forum für nicht-europäische Kunst in Berlin eröffnet wurde. Es steht voll mit Raubkunst ungeklärten oder zumindest heiklen Ursprungs. Von einem zeitgemäßen Umgang mit der eigenen Geschichte ist das Museum weit entfernt. Auf die Frage, wie Sy sich an so einem Ort fühlen würde, sagt er: „Warum machen wir nicht ein Museum, das darüber spricht, dass seine Kunst gestohlen ist?“ Er glaube, Kunst zurückzugeben, sei der beste Weg, um anzuerkennen, was geschehen sei. „Ja, es gibt Unterdrücker und Unterdrückte, aber das sind zwei Seiten ein und derselben Geschichte. Es ist unsere gemeinsame Geschichte. Wir können ein wunderschönes Ende für diese Geschichte schreiben. Zusammen.“

Seine eigene Geschichte hat bereits einen wunderschönen Verlauf genommen: Omar Sy ist mit seinen sieben Geschwistern als Kind westafrikanischer Einwanderer in der Pariser Banlieue aufgewachsen. Jugendliche, die dort groß werden, machen sich keine großen Hoffnungen auf Teilhabe am französischen Wohlstand oder gar eine Karriere in Hollywood. Omar Sy hat das geschafft, möchte daran jedoch nichts Heldenhaftes ausmachen: „Wenn jemand mich als sein Idol aussucht, hat das mehr mit ihm zu tun als mit mir.“

Bei den diesjährigen GQ Men of the Year Awards am 4. November in Berlin zeichnet GQ den französischen Schauspieler in der Kategorie „Actor International of the Year” aus. Omar Sy wird den Preis nicht persönlich entgegennehmen können.

Zu den weiteren Preisträgern in diesem Jahr zählen außerdem Multitalent Felix Lobrecht, der als „Comedian of the Year“ geehrt wird, und Sängerin Zoe Wees, die einen Award in der Kategorie „Newcomer of the Year“ erhält. Beide werden am 4. November persönlich vor Ort sein.

Über GQ Men of the Year
Die Verleihung der GQ Men of the Year-Awards zählt zu den renommiertesten Award-Shows in Deutschland und findet 2021 bereits zum 23. Mal statt. In diesem Jahr empfängt GQ Germany am 04. November exklusiv 150 geladene Gäste aus Entertainment, Gesellschaft, Sport, Politik, Kultur und Mode zum ersten Mal in der Gendarmerie Berlin. Durch den Abend führt erstmals die Moderatorin Katrin Bauerfeind.
GQ zeichnet dabei herausragende Persönlichkeiten aus dem internationalen und deutschen Show- und Musikgeschäft sowie aus Gesellschaft, Sport, Politik, Kultur und Mode aus. Zu den Preisträgern und Laudatoren zählen Prominente wie Bill Murray, Naomi Campbell, Claudia Schiffer, Sir Tom Jones, Kylie Minogue, David Beckham, Donald Sutherland, Sir Ben Kingsley, Giorgio Armani, Diane Kruger, Hans-Dietrich Genscher, Miroslav Klose, Nicolas Cage, Lang Lang, Michael Schumacher, Wladimir Klitschko, Bastian Schweinsteiger und Arnold Schwarzenegger. Weltweit werden die Awards des Stil-Magazins in zwölf Ländern, unter anderem in den USA, Großbritannien, Mexiko, Australien, Japan, Indien und China, verliehen.

Als Hauptpartner präsentieren sich im Umfeld der diesjährigen Preisverleihung Cupra, Boss Bottled, Hotel de Rome Berlin und das Hauptstadtrestaurant Gendarmerie. Weitere Unterstützer sind zudem Schweppes, White Claw, Krombacher, Moët & Chandon, Vöslauer, Hendrick's Gin, Kate & Kon, Douglas, Leica und Wodka Gorbatschow.

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