Helfen Sie uns: Was treibt so ein Marketing Manager eigentlich den ganzen Tag?
Als Marketing Manager bin ich für die Werbung für GLAMOUR zuständig. Im Team entwickeln wir kreative Marketing-Maßnahmen – im klassischen Marketing etwa Anzeigenmotive, TV-Spots oder überlegen uns kreative Werbeaktionen bis hin zu Guerilla-Maßnahmen – mit dem Ziel, das Markenimage zu festigen, die Marke noch bekannter zu machen und sie positiv von der Konkurrenz abzuheben. Letztlich soll alles, was wir tun die Auflage und die Reichweite durch imagefördernde Maßnahmen unterstützen und den sehr hohen Qualitätsanspruch der Marke wahren. Wir versuchen, die Arbeit der Redaktion mit der passenden Ansprache und den richtigen Mitteln in die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei reicht es nicht, in einzelnen Medienkanälen zu denken, sondern uns geht es um die 360-Grad-Betrachtung der Marke GLAMOUR.

Dazu gehören klassische Kampagnen?
Neben der klassischen Mediaklaviatur wie Print, TV und Online probieren wir auch neue, digitale Werbeformen sowie Kooperationen aus. Ein wichtiger Teil sind auch Events und Aktionen, die wir entweder selbst oder im Rahmen von Partnerschaften wie z.B. Shop-Events veranstalten. Damit machen wir die 360 Grad erlebbar.

Dann gehe ich mal davon aus, dass Ihre Stärke die Kommunikation ist?
Könnte man so sagen. Wir sind mit den unterschiedlichsten Stellen hier im Haus und auch extern – mit Event- und Kreativagenturen – im ständigen Austausch.

Im Klartext: Sie müssen sehr viel reden.

Es hilft schon, wenn man gern mit Leuten spricht, das stimmt.

Wie lernt man Ihren Beruf? Oder besser: Kann man den lernen, gibt’s einen Königsweg?
Nach dem Abitur habe ich zuerst eine Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien gemacht, war also eher im kreativen, grafischen Bereich unterwegs.

Mit welcher Motivation haben Sie das gemacht?
Ich würde sagen: Aus einem generellen Interesse an Werbung und an speziellen Fragen, die sich daraus ergeben – etwa wie Schrift in Kombination mit einem Bild wirkt, mit welchen Mitteln man ein bestimmtes Image transportiert, so etwas.

Verstehe. Ist aber jetzt nicht ganz genau das, was Sie heute machen, oder?
Nein, das ist richtig. Ich habe gemerkt, dass mir der rein ausführende Part nicht genügte...

Sie wollten selber entwickeln, was da im Einzelnen ausgeführt wird?
Genau. (Lacht) Mir liegt das konzeptionelle Arbeiten mehr.

Wie haben Sie den Richtungswechsel dann geschafft?
Ganz klassisch: Ich habe nach der Ausbildung ein BWL-Studium mit Schwerpunkt Medienwirtschaft in Köln absolviert mit einer Diplomarbeit über Markenführung: Wie muss der Kern einer Marke definiert sein, damit nach außen hin ein bestimmtes Image entsteht.

Klingt kompliziert.
Ist es auch oft, aber ich habe das Glück, bei Condé Nast mit Medienprodukten zu arbeiten, die einen starken und einzigartigen Markenkern haben. Nehmen Sie GLAMOUR: Die Marke steht für Fashion und Beauty auf höchstem Niveau und verbindet Luxus und Mass-Market perfekt.

Mit Aktionen wie der GLAMOUR Shopping-Week wird die Marke zusätzlich auf anderen Ebenen erlebbar gemacht. Als eine der größten Einzelhandelskooperationen im deutschsprachigen Raum bietet GLAMOUR entsprechenden Partnern eine Plattform, um exklusive Shopping-Angebote den Leserinnen zur Verfügung zu stellen. Bei den Leserinnen wie auch den Kooperationspartnern ist die Shopping-Week zweimal im Jahr eine fest eingeplante Instanz. Damit wurde eine Aktion ins Leben gerufen, von der viele andere Medienhäuser sich fragen: Wow, wie haben die das geschafft?

Und, wie hat man das geschafft?
Na ja. Condé Nast hat sehr unterschiedlich positionierte Marken – mit einer grundlegenden Gemeinsamkeit: Sie haben alle einen hohen Anspruch und garantieren eine bestimmte Qualität. So ist der Name Condé Nast ein Gütesiegel, und das kann ich sagen, gerade weil ich noch nicht so lange hier arbeite und das über einen großen Zeitraum eher von außen so wahrgenommen habe. Als Mitarbeiterin in anderen Verlagen.

Ihre größte Herausforderung?
Die ergibt sich aus dem Erfolg von GLAMOUR. Wir reden hier über eine starke Marke, die den perfekten Spagat zwischen Luxus und breiter Popularität schafft. Im Marketing müssen wir darauf achten, dass beide Komponenten sich die Waage halten und dass wir nicht mehr nach Kanälen unterscheiden, sondern nur noch in Marken denken.

Würden Sie sagen, dass die Lust am Shopping eine Grundvoraussetzung für eine zukünftige Marketing Managerin bei GLAMOUR ist?
Klar, man muss seine Zielgruppe ja kennen. (Lacht) Nein, ernsthaft: Natürlich sollte man Interesse für Werbung, Trends und Kreativität mitbringen. Und ein Gefühl für ästhetische Gestaltung wäre auch nicht schlecht. Ein klassisches BWL-Studium mit einem Marketing-Schwerpunkt hilft natürlich auch.